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Test: LTD KS-M7

Stimmige Metalschönheit

Etwas Gutes noch besser machen, genau das hat LTD beim Ken-Susi-Signature-Modell geschafft. Das Teil rockt!


Stimmige ...

Die beiden Gitarristen Buz McGrath und Ken Susi der Modern Metaller von Unearth sind ja schon seit einiger Zeit ESP- bzw. LTD-Spieler. Und während Ersterer auf ein schickes Modell mit Floyd-Rose-Vibrato setzt, lies sich Mr. Susi schon bei seinem ersten Signature-Modell die innovative EverTune-Brücke einbauen. Die hat auch sein neues Modell, das aber optisch und auch technisch stark überarbeitet wurde.

Viele Gitarristen träumen ja davon, sich ein Instrument ganz nach ihren Wünschen maßschneidern zu lassen, und ich verstehe das auch sehr gut. Andererseits gibt es mittlerweile schon bei den großen Herstellern (und dazu kommen dann noch kleine Firmen und Custom Shops) so viel Auswahl, dass man mit etwas Suchen auch so ziemlich genau das bekommt, was man möchte. Das können dann Standardmodelle sein, oder auch sogenannte Signature-Instrumente, also solche, die nach den Wünschen von bestimmten prominenten Musikern zusammengestellt wurden.  

Im Hause ESP hat man reichlich Erfahrung mit Signature-Modellen, die Gitarren etwa von Metallica, George Lynch oder Stephen Carpenter von den Deftones sind nicht nur tolle Instrumente, sondern auch Kult. Erfreulicherweise bieten die Japaner für den „kostenbewussten“ Musiker meist auch ein entsprechendes Modell der günstigeren LTD-Linie an. So kommt man in den Genuss eines sehr ähnlichen und ebenfalls hochwertigen Instruments ohne eine Bank zu überfallen. ;)

Den beiden Gitarristen der Metalcoreler von Unearth, Buz McGrath und Ken Susi, wurde die Ehre eigener LTD-Signatures vor rund vier Jahren zu teil. So war es in diesem Jahr offenbar an der Zeit für ein Update. Wir haben heute die neue LTD KS-M7 in der Redaktion – und wenn man die Gitarre aus dem Karton holt, ist man erstmal baff, was einem da entgegenstrahlt. Wo der Vorgänger durch seine schicke Quilted-Maple-Decke begeisterte, blickt man nun auf eine in Metallic Silver lackierte Schönheit mit Spiegelschlagbrett, silbernen Pickupkappen und tiefschwarzem Ebenholzgriffbrett. Da war jemand aber im Schönheitssalon! Mann, Mann, Mann!

Diese Eleganz zieht sich bis in die Details, wie etwa beim schicken Binding im Perlmutt-Style, das sich um Korpus, Hals und Kopfplatte zieht. Dazu kommen Chrome-Hardware, eine ebenfalls in Metallic Silver lackierte Kopfplatte und eine spiegelnde Abdeckung des Truss-Rods. Sogar die Abdeckung des EverTune-Systems auf der Rückseite ist mit einer schicken dreischichtigen Platte abgedeckt. Wenn der erste Eindruck der wichtigste ist, dann muss sich dieses Instrument schon mal keine Sorgen machen.


Eins der besten Features an der LTD KS-M7 ist zweifellos die Evertune-Brücke – mehr Verstimmungssicherheit geht nicht.

Die Basis muss stimmen

Selbstverständlich nutzt die schönste Optik wenig, wenn die Qualität unter dem Lack zu wünschen übrig lässt. Aber da muss man sich bei LTD keine Sorgen machen – und wird auch bei der KS-M7 nicht enttäuscht. Gefertigt wird die glitzernde Schönheit übrigens in Südkorea, was mittlerweile ja schon zu den mittelteuren Herstellungsländern für Instrumente zählt (günstige Modelle werden vor allem in China, Indonesien und Co. gebaut), was auch den auf den ersten Blick durchaus stolzen Preis von rund 2.000 Euro mit erklärt.

In Sachen Hölzer setzt Mr. Susi auf einen durchgehenden, dreiteiligen Ahornhals sowie Seitenteile aus Mahagoni und ein Ebenholzgriffbrett ohne Inlays. Also eine ganz klassische Auswahl, die eine angenehme Mischung aus aggressivem Attack und Wärme liefern sollte. Zur Orientierung finden sich im schicken Perlmutt-artigen Binding schwarze Dots. Das alles ist sehr sauber verarbeitet (nicht auf ESP-Japan-Niveau, aber nah dran). Mein persönliches Highlight in diesem Bereich ist die nur dünn seidenmatt lackierte Halsrückseite mit elegantem (und wie mit dem Lineal gezogenen) Übergang zum lackierten Korpus. Das kennt man bei Gitarren mit durchgehendem Hals vor allem von High-End-Modellen. Neben der coolen Optik bevorzuge ich vor allem das Spielgefühl dieser Lackiervariante.

In Sachen Hardware lässt man sich ebenfalls nicht lumpen. Wer schon mal Shows von Unearth besucht hat, der weiß ja, wie intensiv es da zur Sache geht, und dass die Musiker ihr Equipment absolut nicht schonen. Dem entsprechend sind auch ihre Instrumente konstruiert. Besonders auffällig bei der LTD KS-M7 ist die fette EverTune-Bridge. Wie bitte, EverTune? Nie gehört? Dann wird es aber Zeit. Denn dank ihrer genialen Konstruktion sorgt diese Brücke dafür, dass die Gitarre sind nicht verstimmen kann!! Ja, richtig gehört. Selbst wenn man an den Mechaniken dreht, hält die Gitarre die Stimmung. Und wie stimme ich sie dann? Das ist etwas aufwendiger, aber es lohnt sich. Dazu später mehr.

Der zweite Hingucker (Achtung, Spoileralarm: auch für die Ohren) sind die aktiven Fishman-Pickups. Moment mal, machen die nicht nur Tonabnehmer für Akustikgitarren? Nein, dafür ist der Hersteller zwar vor allem bekannt, aber das Programm ist schon vielfältiger. Und mit den neuen Fluence-Tonabnehmern für elektrische Gitarren hat man einen echten Volltreffer gelandet. Kein Wunder also, dass die bei immer mehr prominenten Gitarristen in den Instrumenten zu finden sind. So langsam spricht sich auch herum, dass diese Pickups richtig was können. In der KS-M7 sind übrigens ein Fishman Fluence Modern Humbucker Alnico am Hals und ein Fishman Fluence Modern Humbucker Ceramic am Steg verbaut, die über ein Volume- und ein Tone-Poti sowie einen Dreiwegschalter gesteuert werden. Beide Potis sind als Push-Pull-Varianten ausgeführt, es verbirgt sich also eine Zusatzfunktion dahinter. Auch dazu später mehr.

Die Fishman-Fluence-Pickups harmonieren wunderbar mit der LTD – und sind flexibler als man denkt.

More than a Feeling

Doch bevor wir uns diesen technischen Details widmen und den Klang am Verstärker checken, nehmen wir uns die Siebensaiter zunächst akustisch zur Brust – denn wenn die Gitarre hier nicht funktioniert, kann man den Sound auch mit der besten Elektronik kaum retten. Wer auf der Suche nach einer möglichst leichten Gitarre ist, der sollte hier auf jeden Fall aufhören zu lesen. Denn die LTD KS-M7 ist schon ein sattes Brett mit reichlich Holz und Metall (die EverTune-Brücke ist nicht ganz leicht). Kein ultra-heftiger Brocken, aber mit rund 4,5 kg schon eher in der oberen Gewichtsklasse.

Das Ganze wird durch die erstklassige Ergonomie auch ein Stück weit wieder relativiert. Denn egal ob im Sitzen oder am Gurt, die LTD schmiegt sich dank ihrer Shapings angenehm an der Körper, zeigt keinerlei Anzeichen von Kopflastigkeit und liegt einfach optimal. Aber ich bin auch ein Fan dieser Art von Shaping. Dazu liegt die rechte Hand sehr bequem auf der angenehm abgerundeten EverTune Bridge, und der schon relativ flache, aber durchaus nicht zu dünne Hals mit seinem seidigen Finish schmeichelt der linken Hand.

Rein akustisch klingt die KS-M7 schön ausgewogen, eher warm als drahtig, aber mit reichlich aggressiven Obertönen. Die Sorge, dass die EverTune-Brücke zu viel metallische Klanganteile in den Sound bringen könnte, kann ich schon mal entkräften. Neben der ordentlichen Lautstärke fällt bereits hier auf, wie angenehm lang und gleichmäßig die Gitarre ausklingt. Dazu trägt sicher der durchgehende dreistreifige Hals wie auch die Menge an Material bei, die hier verbaut ist. Das verspricht am Amp richtig gut zu werden.

Die LTD KS-M7 ist bis in die Details toll verarbeitet.

Unkaputtbar? Nein, unverstimmbar!

Doch bevor wir uns dem Verstärker zuwenden, schauen wir uns die EverTune-Brücke erst noch genauer an. Denn eine Gitarre, die sich nicht mehr verstimmen KANN (!), das ist doch wieder so ein Werbegag, oder? Sollte man meinen, doch bei EverTune haben sie es hinbekommen, ein geniales System mit Federn (ein bisschen wie ein klassisches Vibrato oder Floyd-Rose) zu entwickeln, das die Spannungsänderungen, etwa durch Temperaturunterschiede, automatisch ausgleicht. Damit das aber auch mit den von dir gewählten Saiten und deiner Wunschstimmung klappt, bedarf es einiger Einstellarbeit – natürlich nur einmal, falls du dann immer die gleichen Saiten(stärken) und dieselbe Stimmung spielst. Ach so, und wenn eine Saite reißen sollte, bleiben alle anderen natürlich trotzdem in tune.

Gehen wir also davon aus, du würdest neue Saiten aufziehen. Die dicke E-Saite ist komplett entspannt und du drehst ganz normal an der entsprechenden Mechanik. Irgendwann erklingt dann ein sauberer Ton, der hörbar immer höher wird – logisch soweit. Doch mit der EverTune-Brücke kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem man die Mechanik weiterdreht, aber die Tonhöhe sich nicht mehr ändert! Zauberei, oder? Der Hersteller nennt das die Active Zone, oder auch Sweet Spot, die man natürlich auch wieder verlassen kann, wenn man weit genug in eine der beiden Richtungen dreht (eben nach oben oder unten). Befindet sich die Saite im Sweet Spot, geht es an die Feinarbeiten.

Denn dann kommt der mitgelieferte Inbus-Schlüssel zum Einsatz (es geht aber auch jeder andere in der passenden Größe). Pro Saite bzw. Sattel am Steg finden sich drei Einstellschrauben. Zum Stimmen kommt die, die sich am nächsten am Hals befindet, zum Einsatz. Gegen den Uhrzeigersinn geht es nach unten, im Uhrzeigersinn nach oben mit der Stimmung bzw. dem Ton. Dabei arbeitet das System sehr feinfühlig, sodass man die gewünschte Stimmung extrem exakt einstellen kann. Kleiner Tipp: Da man das System beim Drehen an der Schraube durch den Druck immer etwas „verstimmt“, empfiehlt es sich, die Korrektheit des Tons dann zu perfektionieren, wenn man nicht gerade am Kurbeln ist. Besser man nimmt sogar den Schlüssel aus der Schraube. Das ganze Prozedere ist etwas diffizil – aber es lohnt sich.

Moment mal – jetzt stellt sich allerdings die Frage: Wenn sich die Gitarre nicht verstimmen kann, kann ich dann noch Bendings spielen? Kurz gesagt: Das hängt davon ab, ob du das möchtest – ist also wieder eine Frage der Einstellung. Gehen wir vom Normallfall aus, dass du Bendings spielen möchtest. Dann bringst du die Saite wie beschrieben in den Sweet Spot, drehst so lange an der Mechanik, bis die Saite hörbar höher klingt und dann wieder so weit zurück, bis sie sich gerade nicht mehr verstimmt – also gerade noch im Sweet Spot ist. So kannst du die Saite ganz normal benden, kannst dir aber dennoch sicher sein, dass sie danach wieder perfekt in tune ist.

Und jetzt kommt das Beste: Wie sensibel jede Saite dafür ist, kannst du einstellen. So könntest du beispielsweise diesen Punkt auf den hohen Saiten sehr genau abpassen, wodurch die Saiten sehr sensibel auf Bendings reagieren. Auf den tiefen Saiten, wo du mehr Akkorde spielst, ist es dir möglicherweise lieber, wenn du die Saiten durchaus etwas drücken und ziehen kannst, ohne dass sie sich verstimmen. Akkorde klingen dann garantiert sauber. Und Bendings und Vibratos gehen immer noch, du musst nur etwas mehr Power reinlegen. Es geht aber natürlich auch extrem: Selbstverständlich kannst du dich so weit in den Sweet Spot bewegen, dass du die Saite gar nicht mehr aus der Stimmung bringen kannst, selbst bei extremen Bendings und schiefen Akkordgriffen. Gerade bei Rhythmusaufnahmen im Studio kann ich mir das als extrem hilfreich vorstellen. Und zum Schluss: Die anderen beiden Schrauben pro Saite dienen der Einstellung der Saitenhöhe an der Brücke und der Intonation. Letztere kann man übrigens bei vollem Saitenzug justieren. So geht das viel schneller als bei anderen Konstruktionen. Sehr praktisch.

Aus der Oberliga: der Übergang zwischen Hals und Korpus ist erstklassig ausgeführt und fühlt sich richtig gut an.

Darf es noch etwas mehr sein?

Ok, alles klar, geile Brücke – können wir jetzt aber endlich an den Amp? Klaro, ab dafür und los geht’s im Clean-Channel. Das Kabel wird bei der LTD KS-M7 übrigens senkrecht unten in den Korpus gesteckt. Ungewöhnlich, zeigt aber, dass sich Ken Susi Gedanken über jedes Detail an dieser Gitarre gemacht hat. Und gerade bei Funksystemen oder mit einem flachen Klinkenstecker hat man so maximale Bewegungsfreiheit und kann den Stecker perfekt an der Gitarre fixieren. Und wer Unearth schon mal live gesehen hat, der weiß, dass das nötig ist. Jetzt aber zum Sound.

Rein optisch werden viele jetzt denken, dass die Gitarre und ihre Pickups einfach nur auf das volle Brett ausgelegt sind. Und dann auch noch aktiv!?! Na, das kann ja was werden ... doch Gemach, aktive Pickups sind besser als ihr Ruf, und Fishman schlägt hier mit seinen Fluence-Modellen ein völlig neues Kapitel auf. Das beginnt schon bei ihrer Konstruktion, denn hier gibt es keinen Kupferdraht, der normalerweise um den Magnetkern von Pickups gewickelt ist, sondern zwei „gedruckte“ Kupferspulen, die im Zusammenspiel mit der Elektronik eine Reihe von Vorteilen bieten sollen.

Zusätzlich hat man bei jedem Fishman-Fluence-Modell zwei Modes, die man abrufen kann, einen eher Vintage-orientierten und einen heißeren, eher modern abgestimmten. Darüber hinaus werden hier die Höhen nicht unterdrückt, wenn man das Volume-Poti zurückdreht, so wie das bei vielen passiven Set-ups der Fall ist, Nebengeräusche werden wunderbar herausgefiltert – und mit langen Kabeln und Effektketten hat man auch kein Problem, denn das aktive Signal übersteht auch das bestens. Da soll noch mal jemand sagen, dass technischer Fortschritt nicht auch uns Gitarristen zugute kommt. ;)

Doch was kommt jetzt aus den Speakern? Im Cleankanal zeigt sich, wie flexibel diese „Metal-Axt“ ist. Ich hab den Amp so eingestellt, dass der Sound bei voll aufgerissener Gitarre schon sanft ancruncht. Alleine mit dem Volume-Poti kann man dann schon einiges machen, denn auch zurückgedrehte Sounds bleiben angenehm klar und spritzig. Grundsätzlich klingt die LTD mit den Fishmans schon eher satt, hat aber dennoch reichlich Biss. Und die beiden Push-Pull-Potis? Die erweitern das Klangspektrum nochmals enorm. Denn zieht man am Tone-Poti, schaltet man die Pickups von „Modern Active“ auf „Modern Passive Attack“ – verkürzt gesagt: von klarem High-Output-Pickup auf angenehm warmen PAF. Richtig klasse. Mit einem Zug am Volume-Poti kann man das Signal blitzschnell um 5 dB reduzieren. Man könnte also beispielsweise mit gezogenem Poti Rhythmus spielen und dann fürs Solo noch mal etwas zusätzlichen Schub hinzugeben. Dank dieser Möglichkeiten und den toll arbeitenden Volume- und Tone-Potis kann man hier wirklich eine Unmenge an Sounds hervorzaubern. Wer hätte das gedacht?

So sieht das geöffnete Evertune-System von der Rückseite gesehen aus.

Her das Brett!

Na, wenn das im Clean-Bereich schon so gut geklappt hat, wird die LTD KS-M7 im verzerrten Bereich ja wohl richtig abräumen, oder? Verdammt richtig! Hier ist die silberne Schönheit nun vollends in ihrem Element und haut die Riffs und Melodielinien nur so raus. Was sich clean schon angedeutet hat, kommt verzerrt noch mehr zum Tragen – auch und gerade bei richtig heftigen Sounds. Die Fishman-Pickups setzen die warmen und bissigen Sounds, die die Gitarre akustisch bietet, wunderbar transparent und matschfrei um und drücken ein richtig sattes Brett raus. Dazu kann man mit Volume- und Tonregler sowie den Push-Pull-Potis reichlich Klangschattierungen herausarbeiten.

Ein Vorteil, an den man möglicherweise nicht direkt denkt, ist der, dass gerade verzerrte Akkorde umso fetter klingen, je sauberer sie in sich stimmen. Und hier kann die LTD KS-7M dank ihrer EverTune Bridge voll punkten. Ich würde beispielsweise die vier tiefsten Saiten so einstellen, dass sie eher mittelsensibel auf Bendings reagieren. So hat man immer maximale Stimmtreue, auch wenn man eine Saite mal etwas krumm greift oder fester drückt. Bei den oberen drei Saiten würde ich hingegen auf maximale Sensibilität bei Bendings und Vibratos setzen. So hat man überall das Optimum.

Es macht auf jeden Fall richtig viel Spaß, die silbern-glänzende Ken-Susi-Signature zu spielen, denn hier bekommt man ein ausgewogenes Instrument mit richtig geilen Features und fetten Sounds. Ein bisschen Luft nach oben ist natürlich noch. So finde ich es schade, dass man nicht die Option, die Fishman-Pickups per Akku mit Strom zu versorgen (der Hersteller bietet das an), integriert hat. Klar, die Batterie hält mehrere hundert Stunden, aber das wäre schon eleganter und praktischer für den Nutzer gewesen. Bei einem Instrument für rund 2.000 Euro ist es auch etwas schade, dass weder Gigbag noch Koffer dabei sind. Und im Vergleich mit den edlen ESPs ist auch die Verarbeitung nicht ganz so perfekt. Was aber eigentlich klar ist, irgendwo muss der Preisunterschied ja herkommen. Und bitte nicht falsch verstehen: Die LTD ist hier auf sehr hohem Niveau, da gibt es wirklich nur mit der „Lupe“ was zu meckern.

Vieles ist anders: Die außergewöhnliche Positionierung der Klinkenbuchse bietet sich besonders für Nutzer von Wireless-Systemen an.

Fazit, technische Daten & Wertung

Mann, Mann, Mann, das war jetzt ganz schön viel, oder? Aber die LTD KS-M7 ist eben alles andere als Standard und bietet reichlich geile Features. Das fängt mit den tollen Hölzern und der guten Ergonomie an, dazu kommen der geile Look und die Möglichkeiten, die die Verschaltung der Elektronik bietet. Absolute Highlights sind allerdings die EverTune-Brücke und die Fishman-Pickups. Kein Wunder, dass man vor allem letztere immer öfter bei diversen bekannten Gitarristen sieht – etwa Stephen Carpenter, Devin Townsend oder Greg Koch, die ja auch ihre eigenen Signature-Sets haben. Da vergisst man die wenigen kleinen Minuspunkte schnell und schnappt sich lieber wieder diese schicke Siebensaiter, um noch eine Runde zu zocken. Vorsicht, Suchtgefahr. ☺

Typ moderne Metal-Gitarre
Bauform
moderner Superstrat-Style
Korpus
Mahagoni
Hals
Ahorn (dreistreifig), durchgehend, Satin Finish
Griffbrett
Ebenholz, Perlmutt-Style-Binding
Mensur 648 mm
Mechaniken LTD, geschlossen
Sattel Kunststoff
Brücke
EverTune (F model)
Tonabnehmer

Fishman Fluence Modern Humbucker Alnico (Hals), Fishman Fluence Modern Humbucker Ceramic (Steg)

Kontrollfeld

Volume (mit Push-Pull -5 dB), Tone (mit Push-Pull zur Wahl Modern Active oder Modern Passive), 3-Weg-Schalter

Hardware-Finish Chrom
Gewicht rund 4,5 kg
Besonderheiten edle Specs, unverstimmbar dank EverTune Bridge
Hergestellt in Südkorea

 

Wertung:
+ Top-Ausstattung und Hardware
+ richtig tolle Optik
+ maximale Stimmstabilität dank EverTune
+ klanglich sehr flexibel
+ ergonomisch extrem ausgewogen
+ megafette Sounds mit massivem Sustain
- Pickup-System leider ohne Akku
- kein Koffer oder Gigbag dabei

Preis (UVP): 2.081,31 €

Vertrieb: Sound Service
Weitere Infos: LTD KS-M7

 

 



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