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Test: Line 6 AMPLIFi FX100

Die Revolution geht weiter

Du willst deinen analogen Amp mit dem Komfort digitaler Geräte upgraden – dann ist Line 6s AMPLIFi FX100 das Richtige für dich.


Die Revolution geht ...

Wer das innovative Konzept, das Line 6 mit seinen AMPLIFi-Verstärkern entwickelt hat, auch für seinen eigenen Amp nutzen möchte, der findet mit dem AMPLIFi FX100 die Lösung. Denn diese Multieffektsoundzentrale bringt die Technologie des Internetzeitalters auf jeden Verstärker. Und das ist bei weitem nicht alles, was dieses Multitalent kann.

Mann, Mann, Mann. Es kann einen schon echt erschlagen, wenn man sich das Angebot an Verstärkern, Effektgeräten und Klangerzeugern anschaut, die der Markt so bietet. Doch dann gibt es immer wieder Produkte, die aus der Masse herausragen, die einfach anders sind. So wie die neuen AMPLIFi-Verstärker, die viel mehr als einfache Gitarrenamps sind, sondern wahre Soundmaschinen, die zudem noch coole Übungsfeatures anbieten und als Mini-PA für Parties oder kleine Konzerte dienen können.

Jetzt gibt es allerdings auch Gitarristen, die mit ihrem klassischen Verstärker soweit eigentlich zufrieden sind, sich aber einfach mehr Sounds, mehr Effekte sowie eine Möglichkeit, das alles bequem bedienen zu können, wünschen. Und genau für diese Zielgruppe bietet Line 6 jetzt alle Funktionen der AMPLIFi-Amps auch in einem kompakten Multieffekt-Preamp-Floorboard an. Darüber hinaus kann man das schicke Pedal selbstverständlich auch solo zum Üben über Kopfhörer oder eine Stereoanlage nutzen – sehr praktisch.

In Sachen Bedienung orientiert sich das AMPLIFi FX100 wenig überraschend an seinen verstärkten Brüdern – mit dem Unterschied dass man hier mit den Fußschaltern direkt die 100 internen Presets abrufen kann. Ansonsten kann man mit den sechs Potis direkt am Gerät die Sounds grob verändern – will man ins Detail gehen, muss man sich auch hier die „AMPLIFi Remote“-App auf sein iOS-Gerät (iPad, iPhone, iPod) laden und das Gerät über Bluetooth mit dem AMPLIFi FX100 verbinden.

Diese Verbindung klappt dann auch reibungslos. Bluetooth am Apple-Gerät aktivieren, den Bluetooth-Button am Line-6-Board lang drücken und schon arbeiten beide Geräte zusammen. Dann muss man noch etwas warten, bis beide Devices die Daten ausgetauscht haben und schon kann es losgehen. Was genau du dann alles mit der App in Verbindung mit dem AMPLIFi FX100 machen kannst, kannst du detailliert hier im zweiten Teil des AMPLIFi-150-Tests nachlesen ((http://www.musicnstuff.de/guitars/article/einfach-mehr-drin.html)) in dem wir die Funktionen ausführlich vorgestellt und ausprobiert haben. Nur so viel: Neben der detaillierten Einstellung seiner Sounds kann man zu Songs aus iTunes üben, hat ein tolles Stimmgerät an Board, kann Sounds mit anderen Usern austauschen und sich Presets zu Songs vorschlagen lassen. Auch Updates des AMPLIFi FX100 werden über das iOS-Gerät gesteuert.


Erst im Zusammenspiel mit einem iOS-Gerät, hier einem iPad, blüht das AMPLIFi FX100 so richtig auf.

Fernsteuerung deluxe

So, nur wo packt man den AMPLIFi FX100 jetzt hin? Also, will man Verstärkermodelings und Effekte gleichzeitig nutzen dann am besten vor einem cleanen und pegelfesten Amp. Dazu geht man aus Amp Out direkt in den Input des Amps. Sollte man nur die Effektsektion nutzen wollen, könnte man auch darüber nachdenken, die Effektschleife des Verstärkers zu nutzen. Übrigens: Will man Sounds zu seinem Spiel vom iOS-Gerät laufen lassen, empfiehlt es sich, diese nicht über den Gitarrenamp zu schicken – da der ja nicht für eine unverfälschte und breitbandige Wiedergabe konstruiert wurde – sondern über Main Out mono oder stereo zu einer PA, einer Aktiv-Beschallungsbox oder einer Stereoanlage zu gehen. Dann klingen die Backings auch so, wie sie klingen sollen.

Sind AMPLIFi FX100 und der dahinter geschaltete Verstärker optimal auf einander abgestimmt, kann man wirklich vielfältigste Sounds in toller Qualität aus dem Line-6-Floorboard kitzeln, klasse. On knalliger Country-Twang, sattes Rockbrett oder Highgain-Wand – der AMPLIFi FX100 liefert all das und viel mehr. Dazu kommt dann ja noch die Effektabteilung, aus der man bis zu acht Elemente gleichzeitig nutzen kann. Das sollte für quasi alle Anforderungen reichen.

Der Vorteil gegenüber den AMPLIFi-Verstärkern ist auf jeden Fall, dass man hier ganz leicht per Fußtritt 100 Presets abrufen kann – und per Expression-Pedal auch noch Gesamtlautstärke und Wah-Sounds & Co voll im Griff hat. Wenn ich mir noch eine Verbesserung wünschen dürfte, dann die, dass das Pedal über MIDI- und Klinkenausgänge verfügen würde, über die man den nachgeschalteten Amp gleich mitbedienen könnte. Hätte es das auch noch, wäre es wirklich die ultimative Komplettlösung für Proberaum und Bühne. Aber das kann ja noch kommen. Apropos Bühne: Dank seines soliden Gehäuses aus Metall dürfte dem AMPLIFi FX100 eine lange Lebensdauer beschert sein. Und die hintergrundbeleuchteten Fußschalter sowie das helle Display sorgen auch auf dunklen Bühnen und bei Nebel für optimalen Durchblick.

Gerade zum Üben und Aufnehmen ist das AMPLIFi FX100 von Line 6 sehr praktisch

Klangstarkes Tool für Zuhause und Studio

Genauso gut – wenn nicht sogar besser – lässt sich das AMPLIFi FX100 auch ohne Amp einsetzen, in dem man Kopfhörer anschließt oder den Sound direkt an ein Interface schickt – für leises Recording im Wohnzimmer beispielsweise. Und für meinen Geschmack blüht das Line-6-Floorboard über Kopfhörer beziehungsweise den DI-Ausgang noch mehr auf, da es ungefiltert und direkt seine Sounds so präsentieren kann, wie sie gedacht sind. Ob man nun üben möchte oder Recordings plant, hier bekommt man richtig coole Sounds und kann in Sachen Auswahl aus dem vollen Schöpfen. So gesehen wäre es für den Proberaum oder live natürlich ebenfalls eine Option, mit dem AMPLIFi FX100 direkt in die PA oder eine Beschallungsbox zu spielen. Übrigens: Hier hängt das Egebnis natürlich stark vom Verwendeten Equipment ab. Dass das Line-6-Board über einen 5-€-Billigkopfhörer nicht klingen kann, sollte klar sein.

Zudem kann man im Kopfhörerbetrieb auch die Zusatzfunktionen, die das AMPLIFi-Konzept zum Üben anbietet, voll ausnutzen. Man kann ja Songs aus iTunes laden und diese im Lautstärkeverhältnis optimal mit dem Gitarrensignal mischen. Dazu kommen Helferlein wie die Verlangsamung des Songs oder das Stimmgerät. Auf jeden Fall ist man mit einem AMPLIFi FX100 im Gepäck optimal für alle Eventualitäten gerüstet, ob man nun lautlos üben möchte, mit guten Sounds proben will oder einen Gig bestreitet – man hat seine Lieblingssounds immer dabei.

So bietet AMPLIFi in Pedalform alle Vorteile seiner verstärkten Brüder, dazu ist es aber kompakt und leicht transportierbar, flexibel einsetzbar und man kann die Steuerung bequem per Fuß machen. Gerade für Musiker, die sowieso schon eine iOS-Device nutzen, ist das AMPLIFi FX100 damit echt ein heißer Tipp. Und wenn man dann noch den Preis von deutlich unter 300 € in die Waagschale wirft, muss man schon lange suchen um ein derart flexibles, gut klingendes und solide verarbeitetes Multitalent für Gitarristen zu finden.

Dank der hintergrundbeleuchteten Fußtaster und dem Expression-Pedal kann man seine Sounds bequem per Fuß steuern.

Technische Daten & Wertung

Bauweise

Gitarrenpreamp/Modeler im Floorboard-Format

Kanäle
100 Presets intern, per App unbegrenzt Speicherplätze
Anschlüsse

Guitar In, Main Out (left/right), Amp Out, Phones, USB, 9 V DC

Regler & Schalter

Top: Bluetooth, Drive, Bass, Mid, Treble, FX, Reverb, 5 x Footswitch (A,B,C,D,Tap)Volume-/Wah-Pedal, Volume/Blend; Back: Power

Gewicht
rund 5 kg
Maße (H x B x T)
153 x 641 x 330 mm
Besonderes

Bluetooth-Anbindung, kompatible iOS-App, vielseitige Verbindungsoptionen

Hergestellt in
China

 
Wertung:

+ innovatives Konzept
+ roadtaugliche Verarbeitung
+ vielseitige und hochwertige Sounds
+ hilfreiche Zusatzfunktionen per iPad & Co.
+ extrem günstig
- ohne iOS-Gerät und passende App können viele Funktionen nicht genutzt werden
- keine Steuerfunktionen für andere Geräte (MIDI & Co)


Preis (UVP): 269


Vertrieb: Line 6
Weitere Infos:
http://de.line6.com/fx100/

 

 



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