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Test: LD Systems U500-Serie

Doppelt gefunkt klingt besser

Möglichst viel Funk schön kompakt, das bietet LD Systems neue U500-Serie. Wir hatten zwei Wireless-Mikrofone im Test.


Doppelt gefunkt ...

Mittlerweile sind Funksysteme auf der Bühne – und sogar im Proberaum – schon etwas völlig Normales. Dementsprechend gibt es im Handel auch reichlich Auswahl. Nun kommt mit der U-500-Serie von LD Systems ein weiteres neues System dazu, das mit einigen pfiffigen Lösungen überrascht.

Gerade wenn es auf der Bühne etwas enger zugeht und man sich dennoch frei bewegen können will, ist ein Funksystem die erste Wahl. Doch abgesehen davon ist auch der Klang moderner Wireless-Strecken durchaus auf Augenhöhe mit guten Kabeln. Aber ist so ein Funksystem nicht total kompliziert zu bedienen? Und was ist, wenn plötzlich alle in der Band ohne Kabel auf die Bühne wollen? Und wie ist das rechtlich, ändern sich die Vorschriften nicht ständig? Keine Sorge, all diese Stolpersteine kann man mit einem modernen Funksystem locker umgehen – und das muss nicht mal besonders teuer sein.

LD Systems beispielsweise hat brandaktuell seine neue U500-Serie vorgestellt. Die löst das Problem mit der Frequenzregulierung schon mal ganz intelligent dadurch, dass die Geräte in der sogenannten Duplexlücke lizenzfrei betrieben werden können. Die Systeme arbeiten in den Bereichen von 823 bis 832 MHz und 863 bis 865 MHz sowie von 655 bis 679 MHz und 584 bis 608 MHz. Eine Sorge weniger. Und da die Neuregulierung gerade erst aktualisiert wurde, hat man noch jahrelang die Gewissheit, dass man das System nutzen kann.

Auch in Sachen Bedienkomfort ist bei LD Systems richtig was geboten. Mit automatischer Kanalsuche, komfortabler One-Touch-Infrarot-Synchronisation und intuitiver Benutzerführung auf OLED-Displays sind die True Diversity UHF-Funksysteme der U500-Serie in Windeseile einsatzbereit – auch wenn schon viele weitere Funksysteme in Betrieb sind. Neben dynamischen und Kondensator-Mikrofonen, für die Austauschkapseln mit Hypernierencharakteristik erhältlich sind, gibt es LD Systems U500-Funksysteme auch mit Headset, Lavalier- oder Clip-On-Mikrofonen – und in einer Version für Gitarren und Bässe.


Gerade für Bands mit mehreren Sängern sind die Doppelsets sehr praktisch.

Total befreit singen

Wir bekamen zum Test zwei Sets mit jeweils zwei Funkmikrofonen und Doppelempfänger. Das Modell U508 HHD 2 kommt dabei mit zwei Handsendern mit dynamischen Kapseln, während das Modell U508 HHC 2 mit zwei Kondensatorkapseln ausgerüstet ist – was es rund 60 Euro teurer macht. Ansonsten kommen beide Sets mit dem Doppelempfänger U508 R2, der in den Frequenzbereichen von 823 bis 832 MHz und 863 bis 865 MHz arbeitet. Dieser wird am besten sicher in einem 19"-Rack verstaut.

Die Sets kommen jeweils in einem soliden Kunststoffkoffer und enthalten neben den beiden Handsendern und dem Empfänger zwei mal zwei AA-Batterien, die Antennen für den Empfänger sowie Verlängerungskabel und Adapter, um die Antennen auch vorne am Rack bzw. außerhalb positionieren zu können. Der Receiver arbeitet übrigens mit einem externen Netzteil, das selbstverständlich auch beiliegt. Alle Komponenten machen einen sehr ordentlichen und robusten Eindruck und dürften auch viele Bühneneinsätze problemlos überstehen.

Dann packen wir mal das Set mit den dynamischen Mikrofonen aus und schließen alles an. Das funktioniert soweit extrem einfach und selbsterklärend. Der 19"-Doppelempfänger ist sehr wertig gefertigt und besticht direkt mit zwei hellen Displays und wenigen Bedienelementen – da kann man wenig falsch machen. ☺ Auf der Rückseite gibt es mit XLR- und 6,3-mm-Klinkenausgang – letzteren kann man von Instrument- auf Line-Output umschalten – pro Kanal die üblichen Ausgänge. Dazu kommt ein Mix Out, ebenfalls mit XLR- und Klinkenbuchse – so kann man auch beide Signale respektive Mikros auf einen Kanal schicken. Sehr praktisch, wenn man mit den Kanälen am Mischer sparen muss oder einen kleinen Gig direkt mit einer Aktiv-PA spielen möchte.

Die mitgelieferten Handsender bestehen zwar hauptsächlich aus Kunststoff, fühlen sich mit ihrer samtigen Oberfläche aber sehr wertig an und liegen gut in der Hand. Gleichzeitig sind sie so leicht, dass man mit ihnen auch über Stunden bequem arbeiten kann. Zur Stromversorgung dienen zwei AA-Batterien. Dazu kommen pro Sender ein leicht bedienbarer Power-Schalter und ein helles Display, auf dem die wichtigsten Infos (etwa der konfigurierbare Sendername oder der Ladezustand der Batterie) klar und deutlich ablesbar sind. Schraubt man die untere Kappe ab – wo auch die Batterien liegen –, findet man zudem zwei Knöpfe, über die man die Sendeleistung und das Gain des Senders einstellen kann. Super praktisch.

Die Output-Sektion ist gleich dreifach vorhanden – so kann man auch beide Mikros auf einen Kanal schicken und diese über die Front einpegeln.

Los geht’s – blitzschnell

Soweit zu den Fakten, jetzt schalten wir einfach mal ein. Erfreulicherweise ist das LD Systems U500 so konzipiert, dass es die ganze Frequenzorganisation und Verbindung zwischen Sender(n) und Empfänger automatisch erledigt. So kann man direkt loslegen und muss sich nicht groß Gedanken über die Signalqualität und die Übertragungssicherheit machen. Das macht direkt Laune. Klasse ist auch, dass man pro Funkstrecke einen direkt zugänglichen Volume-Regler hat. Man kann also dem Mann am Mischer direkt mehr oder weniger Signal schicken, wenn das für dessen Set-up besser ist – oder wenn Sänger mit sehr unterschiedlichen Pegeln das gleiche Mikrofon nutzen wollen.

Ansonsten hat man über einen Dreh- und Druck-Encoder und das Display Zugriff auf ein überschaubares, sehr praxisgerechtes Menü. So kann man hier beispielsweise Gruppen und Kanäle verteilen, die Kanäle benennen, den Squelch einstellen, aber auch die Displayhelligkeit steuern und bei Bedarf die Frequenzen automatisch scannen oder auch manuell einstellen. Es ist also alles da, was man braucht. Übrigens: Am Handsender lässt sich die Sendeleistung von 30 auf 10 oder 2 mW absenken. Gerade bei kleinen Events muss man ja nicht unnötig stark senden. Zudem erhöht eine niedrigere Sendeleistung selbstverständlich die Batterielaufzeit.

Maximal sind übrigens sechs Systeme parallel einsetzbar. Das sollte auch für größere Besetzungen gut reichen. Wer noch mehr braucht, der kann ja auf andere Frequenzbereiche wie etwa 1,8 oder 2,4 GHz ausweichen. Ansonsten schaffen es die LD Systems U500-Systeme dank Features wie IR-Frequenzsynchronisierung und Pilotton, dass die Systeme nur dann zu hören sind, wenn es wirklich gewünscht ist – dann aber auch störungsfrei und mit bester Performance.

Auch direkt am Handsender kann man diverse Funktionen direkt einstellen.

Auf in die Praxis

Am Ende zählt aber doch vor allem der Klang der Systeme – und gerade bei Funkmikrofonen stellt sich da ja auch noch die Frage, wie die Kapseln klingen. Ob für Sprache oder Gesang, die beiden Testsysteme, die Variante HHC mit Kondensatorkapsel oder die Variante HHD mit dynamischer Kapsel, beide Handsender sind vielfältig einsetzbar. Dabei empfiehlt sich die dynamische Variante mit ihrer Robustheit und Unempfindlichkeit für laute Bands und Musikrichtungen wie Rock und Blues, aber auch für DJs und Ähnliches.

Das Kondensatormodell reagiert deutlich sensibler und feinzeichnender – womit ich es eher für Unplugged–Geschichten, Jazz und Ähnliches einsetzen würde. Wobei, dank der Möglichkeit, die Kapseln blitzschnell zu wechseln, ist man ja auch nicht zu festgelegt und kann später immer noch Nachrüsten. Das Einzige, was etwas stört, ist, dass die Handsender recht sensibel auf Handgeräusche reagieren. Das ist nicht so schlimm, dass es die Performance ernsthaft beeinträchtigen würde, fällt aber in einer ruhigen Umgebung schon etwas auf.

Insgesamt ist die Arbeit mit dem U500-System von LD Systems angenehm unkompliziert und unauffällig. So geht beispielsweise die Synchronisierung zwischen einem neuen Sender und dem Empfänger ganz leicht. Einfach den Sender vor den IR-Scanner des Empfängers halten, einschalten und dann am Empfänger auf IR Scan klicken. In Sekundenschnelle sind Sender und Empfänger verbunden und auch Dinge wie Name und Kanal der neuen Funkstrecke auf den Sender übertragen. Einfacher geht es nicht.

Je nach Einsatz kann man am Handsender auch nur die Mikrofonkapsel wechseln.

Fazit, technische Daten & Wertung

LD Systems bietet mit seinen neuen U500-Systemen zum kleinen Preis richtig gut durchdachte Funksysteme, die mit Features aufwarten, die man in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwarten würde. Dazu kommen die extrem einfache und selbsterklärende Bedienung und die stabile sowie wohlklingende Performance. Welche Kapsel für einen selbst besser geeignet ist, kann man nur durch Ausprobieren herausfinden. Aber die Systeme sind so flexibel und erweiterbar, dass man erst mal mit einem Basispackage loslegen und dieses dann später noch an andere Aufgaben anpassen kann. Ein echter Tipp für Bands, die von Kabel auf Funk umstellen, aber nicht zu viel Geld dafür ausgeben wollen.
 

Bauweise Funksystem in der Mittenlücke (823 - 832 & 863 - 865 MHz)
Gehäuse

Kunststoff/Metall, 19"-Rackformat (Empfänger), Kunststoff/Metall (Handsender)

Kompatibilität

bis zu 6 Systeme parallel

Display Empfänger

hochauflösendes OLED

Display Sender

OLED

Batterie, Laufzeit

2x AA Batterie, ca. 10 h

Reichweite

mindestens 30 m

Frequenzbereich

823 - 832 & 863 - 865 MHz

Übertragungsbereich

30 Hz - 16 kHz

Anschlüsse 2x Antenne, Netzteil, je 3x Unbalanced Out (6,3 mm Klinke) & Balanced Out (XLR)
Dynamikbereich > 100 dB
Maße (H x B x T) 40 x 484 x 200 mm (19" 1 HE, Empfänger), 257 x 50 x 50 mm (Handsender)
Gewicht ca. 2 kg (Empfänger), ca. 250 g (Handsender, inkl. Batterien)
Hergestellt in

China


Wertung:
+ durchdachtes Komplettsystem
+ leichte Bedienbarkeit
+ tolle Audioqualität
+ hochwertige, wechselbare Mikrofonkapseln
+ sehr fairer Preis
- etwas anfällig für Griffgeräusche

Preisbeispiele (UVP):

LDU508HHC – Condenser Handheld Microphone – 349 €
LDU508HHD – Dynamic Handheld Microphone – 329 €
LDU508BPH – Bodypack and Headset – 329 €
LDU508HHD2 – 2x Dynamic Handheld Microphone – 599 €
LDU508HHD2 – 2x Condenser Handheld Microphone – 659 €

Vertrieb: Adam Hall
Weitere Infos: LD Systems U500-Serie im Netz




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