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Interview: Ferris MC

Schluss mit Asirapper

Nach über zehn Jahren erscheint wieder eine neues Album von Ferris MC. Wie es dazu kam erfährst du in diesem Interview.


Schluss mit ...

Um die Jahrtausendwende mischte Ferris MC die deutsche Sprechgesangszene mit geilen Songs, seiner ganz eigenen Stimme und intensiven persönlichen Texten auf. Nach seinem vierten Album wurde es ruhiger um ihn, musikalisch war ab 2008 er vor allem als Mitglied von Deichkind aktiv. Doch das ändert sich nun, denn am 29. Mai erscheint sein neues Album „Glück ohne Scherben“. Wir sprachen dazu mit dem ehemaligen Freak des Deutschrap.

In den 1990ern war Deutschrap noch jung und – zumindest aus heutiger Sicht – unschuldig. So etwas wir Gangsterrap aus deutschen Landen gab es quasi nicht. Statt dessen dominierten Acts wie die Fantastischen Vier, Fünf Sterne Deluxe, Fettes Brot oder Absolute Beginner – also sympatische Acts, die den Fokus eher auf Spaß und sozialverträgliche Themen legten. Das härteste was man im Mainstream-Rap fand waren Acts wie das Rödelheim Hartreim Projekt. In diesem Umfeld stachen die Raps von Sascha Reimann – besser bekannt als Ferris MC –  stark heraus. Und dass nicht etwa, weil er einen auf Gangster machte, sondern weil er einfach kein Blatt vor den Mund nahm und auch vor heftigen Themen nicht zurückschreckte. Dazu gab es heftige Beats und Sounds und natürlich seine einzigartige Stimme, die die Stories aus den Songs sehr glaubwürdig vermittelte.

Nach vier Alben war Mitte der 00er Jahre erst mal Schluss mit Ferris MCs Karriere. Das nächste was man von ihm hörte war sein Einstieg bei der Partytruppe von Deichkind mit denen er als Ferris Hilton mittlerweile schon vier Alben veröffentlicht hat. Nun, gut zehn Jahre nach seinem letzten Soloalbum „Ferris MC“ schien es ihm wieder an der Zeit auch Solo loszulegen. Jetzt steht das Album „Glück ohne Scherben“ in den Startlöchern, auf dem Ferris seinen Style beibehalten hat, aber deutlich gereift wirkt. Sowohl musikalisch wie auch textlich.


Mit „Glück ohne Scherben“ lässt Ferris MC die Schatten der Vergangenheit hinter sich.

Warum Neustart?

Da fragt man sich natürlich, warum genau jetzt der richtige Zeitpunkt war, wieder ein Soloalbum zu veröffentlichen. Und niemand weiß das besser als Ferris MC selbst. Also baten wir ihn zum Interview.

People nStuff: Solo warst du ja jetzt für einige Zeit quasi begraben. Gab es denn einen Schlüsselmoment an dem du gemerkt hast, dass es jetzt wieder an der Zeit für ein Album von Ferris MC ist?
Ferris MC:
Nee, das war ein schleichender Prozess. Das hängt auch sehr mit meiner Arbeit mit Deichkind zusammen. Und irgendwann kam der Punkt an dem ich mir gesagt habe, Ich hab so viele Texte in mir, so viele Gedanken und Emotionen, die nicht in den Deichkind-Kontext passen. Daraus hat es sich dann entwickelt, dass ich wieder ein eigenes Album machen wollte mit dem ich diese Seiten ausleben kann.

PnS: Auch in Sachen Sound ist es anders als deine früheren Alben.
FMC:
Es ist alles anders geworden. Ich hab mir gedacht, wenn ich schon ein Comeback starte, dann will ich ja nicht da wieder ansetzen womit ich aufgehört habe. Ich bin ja auch nicht mehr der selbe Mensch wie damals. Ich hatte mich damals ja symbolisch begraben. Der Typ, der damals begraben wurde, war ein Mensch, der sehr viele Dämonen in sich hatte. Jetzt bin ich befreit davon und ein ganzes Stück älter – und eben nicht mehr der assige Junkie.

PnS: Hat sich diese Veränderung deiner Person auch in einem veränderten Musikgeschmack ausgedrückt?
FMC:
Nee, ich bin mit allen Genres großgeworden. Ich hab damals mit 12, 13 Punk abgefeiert, dann kamen die Beastie Boys dazwischen. Ich hab viel Rock gehört, hab Metal zwischenzeitlich abgefeiert, hab alles Mögliche mit einbezogen, und das spiegelt sich auf meinem neuen Album auch mehr wieder als früher. Früher war ich noch mehr in dieser Schublade gefangen und hab mich auch selbst kategorisiert. Mittlerweile bin ich davon komplett befreit.

Das neue Album bietet den vielseitigsten Ferris MC, den es je gab.

Neues Team, neuer Sound

PnS: Hast du dir dann ein neues Produzententeam gesucht um diese neuen Ideen umzusetzen?
FMC:
Genau. Es fing damit an, dass ich das Management gewechselt habe. Und das neue Management teilte meine Vision sofort und hat dann mit mir gleich Vollgas gegeben, um das richtige Team zusammenzustellen. Wie zum Beispiel Swen Meyer (den Produzenten, bekannt von Kettkar oder Tim Bendzko; Anm. d. A.).

PnS: War es schwierig sich auf neue Leute einzustellen oder hat es einfach Klick gemacht?
FMC:
Das hat einfach Klick gemacht. Und ich bin ja jetzt auch schon sieben Jahre bei Deichkind, und da steht Teamwork ganz oben auf der Liste. Ich bin auch ein freundlicher, umgänglicher, pflegeleichter Typ, deswegen war die Zusammenarbeit gar kein Problem.

PnS: Wo du gerade Deichkind erwähnst. Machst du dir keine Sorgen, dass die beiden Projekte sich zeitlich überschneiden und dann sogar gegenseitig behindern könnten?
FMC:
Es überschneidet sich grade ein bisschen, weil ich jetzt mit den Jungs proben müsste, aber das ließ sich jetzt nicht verhindern, weil ich das Album nicht zu lange verschieben wollte. Es ist mein Wunsch gewesen das jetzt rauszubringen, damit man dann den Zyklus von weiteren Deichkind-Alben und meinen Alben versetzt hinbekommt. So dass man das Konzept irgendwann so wie bei Die Ärzte und Farin Urlaub Racing Team umsetzen kann. Man sollte sich ja immer das nächsthöhere Level als Vorbild nehmen – nie tiefstaplen.

PnS: Also kommt ihr euch da auch mit Touraktivitäten nicht in die Quere?
FMC:
Nein, das sowieso nicht. Wir gehen ja im April mit Deichkind auf Tour und dann kommt schon die Festivalsaison. Und mein Album kommt ja erst am 29. Mai, da sind alle Festivals ja schon ausgebucht – trotzdem spiel ich auf zwei, drei Stück, teilweise auch parallel zu Deichkind. Auf dem Deichbrand beispielsweise spielen wir am Samstag mit Deichkind und am Sonntag trete ich dann mit meinem eigenen Set dort auf. Das lässt sich schon verbinden. Und viel spielen bin ich gewohnt, das ist überhaupt kein Problem. Im Herbst geh ich dann selbst auf Tour und die nächste Deichkind-Tour ist dann ja erst wieder im Januar 2016. Aber das wird sich mit den Jahren sicher noch besser herauskristalisieren.

Es gibt auch schon einige Tourdates von Ferris MC:

30.05.: Hamburg, Uebel & Gefährlich
03.06.: Paderborn, AStA Campus Festival
21.06.: Leipzig, Red Bull Tourbus x Fête de la Musique
27.06.: Hannover, Han'g'over Jam @ Gilde Parkbühne
19.07.: Cuxhaven, Deichbrand
13.12.: Berlin, Postbahnhof

Ferris MC ist voll motiviert auch Solo wieder richtig Gas zu geben.

Live mit Band

PnS: Mit welcher Besetzung gehst du dann als Ferris MC auf Tour? Ganz klassisch mit einer Band?
FMC:
Mit Band. Naja, ganz klassisch wäre bei mir ja nur mit DJ Stylewarz und mir. Also für mich ist das jetzt nicht klassisch. Aber in Zeiten von Acts wie Casper und Marteria ist das schon klassisch mit Band.

PnS: Freust du dich denn darauf mit mehreren Leuten auf der Bühne zu interagieren?
FMC:
Richtig geil, da hab ich richtig Bock drauf. Wir haben schon geprobt und wir haben ne super Combo. Die Jungs sind super schnell und professionell und es macht richtig Spaß. Ich hab auch Bock das Live-Programm etwas progressiver zu gestalten wo man das Rockige dann mehr ausleben kann. Da kann man natürlich auch mehr Gas geben als auf dem Album weil es ein Konzert ist – und da hab ich Bock drauf.

PnS: Fällt es dir denn leicht die alten Songs ins neue Soundgewand umzuschreiben?
FMC:
Genau, das haben wir schon gemacht. Ich mein die Jungs spielen natürlich die gleichen Harmonien, aber es fühlt sich einfach voller und heftiger an als würdest du die Beats einfach von Platte abspielen. Da ist viel mehr Energie die da rüberkommt und du kannst das Publikum auch viel besser mit einbeziehen.

PnS: Wie hast du die Musiker für deine Band gefunden?
FMC:
Swen Meyer ist ja eine Produzentenlegende und arbeitet ständig mit diversen Musikern zusammen. Er hat einen riesigen Pool an Musikern und wir haben dann zusammen die richtigen Leute ausgesucht die zu mir passen.

PnS: Mit dem Songwriting der Platte hatten die aber nichts zu tun, oder?
FMC:
Nein. Es war zwar angedacht, dass etwa ein Gitarrist, der die Platte mit eingespielt hat mit auf Tour kommt. Aber der war zeitlich so begrenzt, dass es zu gefährlich gewesen wäre. Ich brauche schon Leute, die 99 % der Zeit für mich am Start sein können.

Hier kannst du schon mal in die erste Single „All die schönen Dinge“ reinhören:



Songwriting in beide Richtungen

PnS: Wie muss man sich dann das Songwriting fürs Album vorstellen? Hast du erst mal alleine ein Grundkonzept für jeden Song aufgestellt?
FMC:
Naja, es war eine Mischung. Wir haben uns erst mal als Team zusammengesetzt und versucht herauszufinden in welche Richtung ich gehen will. Was sind meine Wünsche, was meine Sichtweisen – und was will ich nicht mehr machen. Ich will ja nicht meine Sachen von früher wiederholen oder gar zehn Schritte zurück machen – sondern 100 Schritte nach vorne und mich befreien von allem was früher war. Wir haben also erst mal die Marschrichtung bestimmt, auch von der Sprache her, und dann ging es los mit verschiedenen Denkanstößen und Inspirationen. Und dann ging es ab in den Keller und es hieß „Schreiben, Schreiben, Schreiben“ für mich.  

PnS: Hast du also im Normalfall erst den Text oder zunächst eine musikalische Grundidee?
FMC:
Es ist wieder eine Mischung aus beidem. Es gab sowohl Skizzen als auch Texte die geschrieben wurden und auf die dann die Musik produziert wurde. Manchmal war schon ne Skizze von Swen Meyer da, wozu man sich dann ein Thema ausgedacht hat, und manchmal war ein Thema da wozu er dann die Musik geliefert hat.

PnS: Ist das Ergebnis denn so, wie du es dir zu Beginn vorgestellt hast oder haben sich doch noch größere Änderungen ergeben?
FMC:
Naja, ich liefere natürlich keine Kreativität vom Reißbrett, da sind natürlich hier und da ein paar Sachen passiert – sowohl in positiver wie negativer Hinsicht.  Aber am Ende des Tages finde ich das Album sogar noch besser als ich es mir am Anfang vorgestellt hatte.

Für die Texte hat sich Ferris MC Ruhe und viel Zeit gegönnt.

Zukunftsaussichten

PnS: Also wird das jetzt auch so der Style sein in dem du weitermachen wirst? Oder kannst du schlecht sagen was in zwei Jahren sein wird?
FMC:
Nee, das kann man nicht sagen was in zwei Jahren passieren wird. Aber ich denke schon dass es in zwei Jahren ähnlich sein wird – ich mein die Zeit geht für mich so wahnsinnig schnell rum dass sich zwei Jahre nicht wie zwei Jahre anfühlen. Deswegen glaube ich, dass dann noch dieser Stil vorhanden sein wird. Aber ich weiß nicht ob ich dann schon wieder an einem neuen Album arbeiten werde. Da muss man ja auch sehen wie viel Anklang das gefunden hat, ob man überhaupt Leute erreicht. Und hat man verschiedene Leute erreicht und nicht nur eine bestimmte Gruppe. Das muss man dann Revue passieren lassen. Hat man den Nerv der Zeit getroffen, hat man über Themen geschrieben die allgemeingültig waren, mit denen die Leute was anfangen können. Man muss sehen, wohin sich das entwickelt, ob man darauf aufbaut oder ob man total neben der Realität lebt. Kann ja alles passieren.

PnS: Gibt es denn einen Song auf der neuen Platte, der dir besonders viel bedeutet, oder von dem du sagen würdest „Das ist der neue Ferris MC“?
FMC:
(lacht) Eigentlich fast jeder Song, weil kein einziger Song das ganze Album repräsentiert. Die sind alle zu verschieden. Du kannst nicht ein Thema rausziehen und sagen „So ist jetzt das ganze Album“. Am ehesten noch „Fensterlose Zeit“ und „Glück ohne Scherben“ weil die ein ähnliches Stimmungsbild vermitteln. Aber dann kommen Songs wie „Happy End“ oder „Roter Teppich“, die kannst du nicht mehr in einen Topf werfen. Das ist schwierig. Deswegen repräsentiert für mich kein Song das ganze Album – und das ist auch das Gute daran.

PnS: Das ist sicher eine spannende Zeit für dich, zu sehen wie die Leute auf das neue Album reagieren.
FMC:
Ja, das wird wirklich spannend. Vor allem dreht sich das Album halt nicht nur um reine Jugendthemen, auch mit Absicht nicht, aber ich hoffe einfach dass junge Menschen, die eben nicht so auf Image und so aus sind, etwas damit anfangen können. Dass sie halt nicht den verfolgen, der gerade gehypt wird und der noch ordinärer und noch obszöner und noch krasser rappt. Ich hoffe das Album ist für kultiviertere junge Leute mit einem höheren Bildungsgrad gut geeignet und dass sich das dann auch durch verschiedene Altersschichten zieht.

PnS: Du bist dir also schon deines Einflusses bewusst, den du mit deinen Texten auf die Hörer hast?
FMC:
Sagen wir mal so: Er ist mir nicht mehr so egal wie früher. Mittlerweile sehe ich schon, dass ein Musiker auch eine positive Vorbildfunktion haben kann, und die möchte ich auch wahrnehmen. Dass eben der Typ, der mal total am Ende war, ein Wrack in seinen jüngsten Jahren, dass der es da rausgeschafft hat. Und den Leuten einfach mitzugeben, dass, egal wie kaputt du bist oder aus welcher sozialen Schicht du kommst, wenn du auch denkst, du kannst nichts erreichen, da möchte ich das Beispiel sein, das zeigt, dass du alles erreichen kannst was du willst.

PnS: Für diese Message bist du ja auch ein sehr glaubwürdiger Botschafter.
FMC:
Ja, das ist ja auch das Ding. Viele spielen ja heute damit, dass das alles nur reines Entertainment ist, Aber für mich ist Authentizität und authentische Musik einfach total wichtig. Auch um einfach hinter dem stehen zu können was ich sage.

PnS: Wobei ihr mit Deichkind ja schon eher die Party-Schiene fahrt.
FMC:
Ja klar, da ist Hedonismus gepaart mit Sozialkritik. Aber Deichkind hat ja wenig Ich-bezogene Themen à la „So und so sah mein Leben aus“. Das kann man zum Glück ja gar nicht vergleichen mit dem Album das ich abliefere. In meinem Album geht es ja hauptsächlich um das was ich jetzt bin, was in mir ist – und das auszuleben. Bei Deichkind bin ich dagegen ein Rädchen, ein Teamplayer.


Einen weiteren Vorgeschmack auf „Glück ohne Scherben“ bekommst du hier mit dem Videoclip zu „Fensterlose Zeit“:



Schattenseiten?

PnS: Musik ist ja – wenn man es so professionell betreibt wie du – nur noch ein kleiner Teil des Jobs. Dazu kommen Promoarbeit, Videodrehs und so weiter. Macht dir der Teil der Arbeit auch Spaß?
FMC:
Das ist Formabhängig. Ich finde ja dass man in der Promophase mit den ganzen Interviews auch ne Menge über sich selbst lernen kann. Wenn man mit dem Interviewpartner redet kommt man oft auf Sachen über die man sich vorher gar keine Gedanken gemacht hat. Ich hab mich ja nicht zu Hause hingesetzt und die Promophase schon mal durchgedacht und mich gefragt „Ok, wer könnte mir diese oder jene Frage stellen?“. Somit kommt dann vieles intuitiv und spontan raus, und dadurch kann man sich nochmal festigen. Und das finde ich ganz interessant.

PnS: Mittlerweile gehört die Betreuung der Fans über Social Media ja auch dazu. Macht dir das Spaß oder bist du eher abgestoßen von Dingen wie Shitstorms, die da ja gerne mal losbrechen?
FMC:
Naja, so richtig heftige Shitstorms hab ich noch nicht erlebt, aber ich bin als alter Mann auch noch ein Neuling was die ganzen Social-Media-Geschichten angeht. Das baut sich gerade erst auf, und ich muss mich auch erst an die eine oder andere Sache gewöhnen. Zum Beispiel Twitter ich nicht jeden Tag und bin auch nicht die ganze Zeit am Instagram checken – ich poste auch nicht jeden Tag auf Facebook. Das hab ich noch nicht so verinnerlicht. Ich mach das ab und zu, und mach das auch gerne. Aber ich bin nicht so der „Die Geissens“-Typ, der den Leuten sein ganzes Privatleben die ganze Zeit unter die Nase reibt. Das würde ich schon gerne trennen, damit das Privatleben privat bleibt. In Sachen Business oder Musik kann man natürlich gerne mal ne Information rausdrücken. Aber das entmystifiziert den Künstler sonst auch bisschen, wenn er die ganze Zeit die Leute an seinem Leben teilhaben lässt, das finde ich merkwürdig.

PnS: Man ist ja doch irgendwo noch eine Kunstfigur.
FMC:
Ja, schon. Auch wenn ich auf dem Album schon sehr viel von mir preisgebe, ohne dabei einen kompletten Seelenstriptease zu veranstalten, möchte ich das schon noch in bestimmten Bereichen trennen.

PnS: Du hast ja schon gesagt, dass du jetzt für etwa ein Jahr schon verplant bist. Machst du dir Gedanken was danach kommt? Oder lässt du das erst mal auf dich zukommen?
FMC:
Zwischendurch mache ich mir schon mal Gedanken, auch ob ich nicht schon weiter an Texten schreiben sollte, aber es ist schon so, dass ich aktuell sehr beschäftigt bin. Man braucht dann auch einen Ruhepol um wieder Texte schreiben zu können, auch um das zu verarbeiten, was man erlebt hat. Deswegen mache ich mir jetzt nicht schon für die nächsten zehn Jahre oder so Gedanken, sondern eher, was auf das Jahr verteilt so passieren wird. Ob eine neue Filmrolle möglich ist, was nach der nächsten Deichkind-Tour passiert und so weiter. Ich kann mich da nicht so viel mit der Zukunft beschäftigen, weil ich viel zu viel im Hier und Jetzt zu tun habe. Jetzt genieße ich es gerade, wenn auch mal nichts zu tun ist. Das war nicht immer so. Aber ich mache jetzt in nächster Zeit so viel dass ich mich schon auf die Zeit freue wo dann auch mal nichts ist.


Weitere Infos: Ferris MC Website
Ferris MC auf Facebook
Ferris MC bei YouTube



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