Kontakt -  Heft -  Umfrage -  Impressum -  Termine -  Newsletter 

Besuche unsere Facebook-Seite Folge uns auf Twitter Videos von MusicnStuff auf Youtube Folge uns auf G+ MusicnStuff auf myspace Besuche unsere Instagram-Seite

Test: LD Systems Stinger G3 Series

Solide Gute-Laune-Kombi

Easy-to-use, dafür mit fettem Sound und mächtig Power überzeugt diese Aktiv-PA.


Solide ...

Klar, wir Musiker und Tontechniker stehen natürlich total auf abgefahrene Instrumente und hochklassige Technik. Doch im Alltag stehen ganz andere Dinge im Fokus. Einfache Bedienbarkeit und maximale Zuverlässigkeit zum Beispiel. Und hier kann LD Systems Stinger G3 Serie voll punkten.

Eigentlich muss eine Band-PA gar nicht so viel können. Sie soll bezahlbar sein, ordentlich Druck machen, gut und ausgewogen klingen. Dazu sollte sie nicht zu groß, gut transportier- und leicht bedienbar sein. Na gut, zugegeben, das ist jetzt doch schon eine ganze Menge. Aber zum Glück hat man da mittlerweile ja ordentlich Auswahl. Zum Beispiel wäre da die Stinger-Serie von LD Systems, die gerade in der überarbeiteten G3-Version vorgestellt wurde.

Zum Test bekamen wir zwei aktive 12"-Fullrange-Boxen, Modell Stinger 12 A G3, sowie den 15"-Subwoofer Stinger SUB 15 A G3. Mit diesem Setup kann man sehr flexibel arbeiten und viele Einsatzbereiche abdecken. Doch die Serie bietet auch kompaktere Modelle für kleine Einsätze – oder fettere Setups, zum Beispiel für stark bassbetonte elektronische Musik. Hier hat man einiges an Auswahl und kann sich sein Setup (oder auch mehrere) nach und nach zusammenkaufen und ist dann – je nach Einsatzzweck und Anspruch – noch flexibler.

Und wer sich jetzt vielleicht fragt, welche innovativen Features oder speziellen Funktionen die Stinger-G3-Serie von LD Systems hat: nun ja, da gibt es nicht wirklich etwas zu berichten. Aber das muss auch gar nicht sein, schließlich hat der Hersteller (und auch die Konkurrenz) in diesem Bereich schon jede Menge im Angebot. Diese Serie richtet sich ganz bewusst an Tontechniker und Bands, die schlicht eine solide, gut klingende und robuste Beschallungsanlage suchen, die gut bezahlbar ist. Die technischen Daten sprechen auf jeden Fall dafür, dass das hier der Fall ist. Doch jetzt schauen und hören wir uns das Setup mal genauer an.


Die LD System Stinger 12 A G3 kommen mit integrierten DSP und lassen sich schnell dem Einsatzzweck anpassen.

Flexibilität wird großgeschrieben

Die schön sauber und stabil gebauten LD Systems Stinger 12 A G3 sind ganz klassische Aktivboxen, die sowohl Standalone, wie auch in Verbindung mit einem Subwoofer – wie hier in unserem Test – eingesetzt werden können. Auf jeden Fall machen sie direkt beim ersten Kontakt nach dem Herausschälen aus dem Karton einen richtig guten Eindruck. Das Gehäuse ist aus solidem 15-mm-Schichtholz und extrem kratz- und schlagresistent dank des speziellen Polyurea-Lacks. Vor dem 12“-Speaker und dem Hochtöner sitzt ein solides Metallgitter, so dass auch dem rauen Einsatz als Monitorbox oder in Publikumsnähe nichts entgegensteht.

Das Anschluss- und Bedienfeld ist auch schön versenkt, so dass man nichts versehentlich verstellt oder abbricht. Zudem verfügt die Box selbstverständlich über einen Hochständerflansch, um sie (in verschiedenen Winkeln) auf ein Stativ zu packen, sowie über Flugpunkte, um die Box auch hängend einzusetzen. Ein Detail, an dem man schön sieht, dass die Entwickler mitgedacht haben und wissen, worauf es im Livebetrieb ankommt, sind die schön langen Stromkabel, die sicher in PowerCon-Anschlüssen einrasten und so nicht versehentlich herausgezogen werden können. Vielleicht nur eine Kleinigkeit, doch im Alltag sehr wichtig.

In Sachen Anschlüsse und Schalter sowie Regler ist nur das Nötigste vorhanden. Aber wie schon erwähnt richtet sich die Serie ja an Tontechniker, die vor allem eine solide, gut klingende und kraftvolle Box benötigen. Und genau das wird hier geboten. Für den Input stehen zwei Kombibuchsen zur Verfügung, die man getrennt einpegeln und zwischen Line- und Mic-Signalen umstellen kann. Ansonsten gibt es lediglich einen Mode-Schalter, mit dem man die Box je nach Einsatzzweck voranpassen kann. Hier stehen die Modi Full-Range, Satellite, Monitor und Flat zur Verfügung. Damit kann man die üblichen Anwendungen bestens abdecken. Ansonsten kommt die Aktivbox noch mit einem integrierten Schutzkreislauf beziehungsweise Limiter, damit man sie im Eifer des Gefechtes nicht doch über Gebühr belastet. Doch dazu muss man auch schon ganz schön Gas geben.


Die Aktivboxen kann man in zwei Winkeln auf einen Hochständer packen. Sehr praktisch.

Mehr Druck

Selbstverständlich kann man eine oder zwei LD Systems Stinger 12 A G3 auch als Beschallungsanlage nutzen – je nach Situation, Anforderungen und erwarteter Besucherzahl. Doch wenn es lauter werden soll oder kann und vor allem Tiefdruck und satte Bässe gefragt sind, empfiehlt es sich, sich Verstärkung zu holen. Und da hat LD Systems mit dem Stinger SUB 15 A G3 genau das Passende im Programm. Selbstverständlich kann man sowohl die 12“-Aktivspeaker wie auch den Subwoofer mit Produkten anderer Hersteller kombinieren. Doch die Komponenten sind von LD Systems gut aufeinander abgestimmt – und passen auch optisch bestens zusammen.

Was haben wir hier also? Der Stinger SUB 15 A G3 ist ein aktiver 15“-Subwoofer der schon ganz schönes Format hat. Also, nicht vergessen, Platz im Kleinbus einzuplanen. Man bekommt ihn zwar sicher auch noch in einen Kombi, aber dann geht nicht mehr wirklich viel. ☺ Das Angenehme dabei: Trotz seiner rund 30 kg ist der Tieftöner auch von einer Person noch ganz gut zu bewegen. Da sind die vielen Griffe echt gut platziert. Leichter geht es natürlich zu zweit. Leistungsmäßig stehen hier maximal 450 Watt RMS Dauerleistung in Class-D-Konstruktion zur Verfügung. Und das ist schon ganz schön ordentlich. Klar darf man hier nicht die gleiche Aggressivität wie bei den Tops erwarten. Aber wenn es untenrum ordentlich schieben soll, kann man mit der Stinger SUB 15 A G3 richtig fett punkten.

Das rückseitige Bedienfeld ist dabei noch übersichtlicher als bei den Tops. Neben PowerCon-Anschlüssen für Strom rein und Strom raus (also zum Durchschleifen an beispielsweise einen weiteren Subwoofer) finden sich noch zwei Inputs mit den dazugehörigen Thru-Buchsen um das Audiosignal bei Bedarf weiterzuleiten. Dazu kommt noch ein Mode-Wahlschalter, über den man den Subwoofer an die jeweiligen damit verwendeten Tops anpassen kann. Neben 80 Hz, 100 Hz und 120 Hz als Übergangsfrequenz beziehungsweise Grenzfrequenz nach oben gibt es auch noch die Funktion Cardioid. Diese ist speziell dafür gemacht, um zwei Stinger SUB 15 A G3 zu einem sogenannten Cardioid-Array zusammenzuschließen. Hierbei wird der nach vorne gerichtet Schallpegel der beiden Subwoofer addiert und gleichzeitig der  nach hinten abgestrahlte Schall reduziert. Dieser Aufbau hilft verhilft zu weniger Störschall z.B. bei Bühnenanwendungen zu einem klareren Monitor-Sound. Diesen Aufbau wird zwar nicht jeder in der Realität umsetzen, aber gut zu wissen, dass man es problemlos machen könnte.

Die LD Systems Stinger 12 A G3 kann man auch optimal als Monitorwedge einsetzen.

Einfach loslegen

Aufstellung und Anschluss der Komponenten des Komplettsetups ist auf jeden Fall schnell gemacht. Wie schon erwähnt sind alle Buchsen, Regler oder Funktionen selbsterklärend. Deshalb geht auch alles ganz schnell und mit nur wenigen Kabeln. Auch die Aufstellung der Komponenten gestaltet sich (auch für eine – im Falle des Subwoofers kräftige – Person) unkompliziert. Denn die Boxen sind zwar nicht klein, aber vergleichsweise leicht und haben die Griffe an den richtigen Stellen. Die Boxen sind also schnell an Ort und Stelle und man kann direkt loslegen.

Wir starten mit den beiden LD System Stinger 12 A G3 als kompaktem Setup – das aber durchaus schon für die meisten Anlässe reichen dürfte. Den Mode-Schalter stellen wir bei beiden Boxen auf Standalone – und dann bleibt kein Auge trocken. Denn was aus den beiden 12“ern kommt, ist echt richtig fett. Da braucht man schon einen großen Raum oder eine Veranstaltung im Freien, um auch nur Ansatzweise in die Nähe der Belastungsgrenze zu kommen. Erfreulich ist auch, dass man ganz schön Pegel an den Input geben kann, bevor auch nur die Limit-LED flackert – von Protect ist man da noch weit entfernt. Und da wird es dann auch auf 12 Uhr beim Gain-Regler ganz schön fett. Man hat also noch reichlich Reserven.

Fast noch schöner ist aber die klare und druckvolle Wiedergabe des Pärchens. Da haben die Entwickler bei der Abstimmung wirklich gute Arbeit geleistet – oder wie sagte die Nachbarin zwei Häuser weiter: „Der Klang war wirklich klasse und ich habe jedes Wort des Textes astrein verstanden“. Na wenn das kein Lob ist – besser jedenfalls als eine Beschwerde wegen Lärmbelästigung. ☺. Übrigens arbeiten die Speaker mit verschiedensten Musikarten toll zusammen. Ob Hip-Hop, tiefergelegter Metal oder glasklares Akustikfutter, die Stinger 12 A G3 setzen den Input richtig gut um.

 

 

Mit dem LD Systems Stinger SUB 15 A G3 kann man besonders im Tiefbassbereich noch mal fett nachlegen.

Hilfe von unten

Noch fetter wird das Ganze, wenn man den aktiven Subwoofer Stinger SUB 15 A G3 aktiviert. Dafür schalte ich den Mode-Schalter an beiden 12“-Aktivboxen von Standalone auf Satellite. Dadurch erzeugen die Speaker DSP-gesteuert weniger Bass und haben mehr Power für Mitten und Höhen – der Tiefbass kommt ja schließlich vom Stinger SUB 15 A G3. Und das funktioniert richtig gut und ohne hörbare Soundlücken. Aber wie gesagt, die Entwickler bei LD Systems haben die einzelnen Modelle eben gut auf einander abgestimmt.

Mit dem Zusammenspiel der drei Aktivboxen kann man dann richtig Gas geben und gerade im Bereich unter 100 Hz noch einiges mehr rausholen – da schepperts in der Kiste. ☺ Mit diesem Aufbau hat man wenig überraschend noch mehr Reserven, was Schalldruck und zu bespielenden Raum bzw. Menschenmenge angeht, aber vor allem für sehr basslastige Musik wie Techno oder heftigen Metal ist man so noch besser gerüstet. Da kann sich das Publikum richtig satt fönen lassen.

Apropos fönen lassen: Man kann die Stinger 12 A G3 auch richtig gut als Monitorboxen einsetzen. Einfach den Mode-Schalter auf Monitor stellen, dann passt der DSP das Signal so an, dass es optimal aus dem am Boden liegenden Wedge-Lautsprecher schallt und mit maximaler Durchsetzungsfähigkeit punktet. Und auch das klappt richtig gut und mit bei Bedarf richtig hohen Schalldrücken. So laut wird man es auf kaum einer Bühne brauchen, dass der Aktivlautsprecher hier an seine Grenzen käme. Die Stinger 12 A G3 sind also wirklich sehr vielseitig einsetzbar. Es gibt übrigens auch noch den Mode „Flat“. Dieser ist für Tontechniker gedacht, die nicht den integrierten DSP der LD-Systems-Box nutzen wollen sondern lieber externe Geräte benutzen.


Die LD Systems Stinger SUB 15 A G3 setzt auf einen 15-Zöller im Bassreflexgehäuse – und eine kraftvolle Endstufe.

Fazit, Wertung und Technische Daten

Und? Halten die Stinger-Aktivboxen der neuesten Generation von LD Systems was sie versprechen? Aber so was von. Wer einfach eine leicht zu bedienende und starke Beschallungsanlage sucht, die für vergleichsweise wenig Geld richtig guten Sound macht, der ist hier goldrichtig. Die Boxen sind sauber und robust gebaut, angenehm zu handhaben und vielseitig sowie in verschiedensten Kombinationen einsetzbar. Dazu kommen der absolut überzeugende Sound und die satten Leistungsreserven. Für rund 2.000 € bekommt man hier ein richtig geiles Startsetup für eine PA mit Potenzial – und wem das noch zu teuer ist, der kann den Subwoofer für den Start auch erstmal weglassen. Denn der ist bei den meisten Musikrichtungen doch schon ein gewisser „Luxus“.

Übrigens: Die Boxen der Stinger-Reihe von LD Systems gibt es auch in passivem Varianten für deutlich weniger Geld. Wer also lieber mit externen Endstufen arbeitet oder diese bereits sein Eigen nennt, der wird hier ebenfalls fündig. Ich persönlich finde allerdings die aktive Variante deutlich praktischer und toll abgestimmt. Bei einer komplett neuen PA würde ich also auf jeden Fall diese Variante vorziehen. Übrigens: LD Systems bietet für die komplette Serie praktisches Zubehör wie Rollbretter, Schutzhüllen und die Easy-Mount-Halterungen an. Damit wird die Arbeit mit den gelungenen Aktivboxen noch bequemer und einfacher.

Wertung:

+ solide Boxen
+ angenehm leicht und gut zu bewegen
+ Power satt (vor allem in der Kombination)
+ flexibel einsetzbar
+ Easy-to-use- Setups
+ leicht konfigurier- und bedienbar

Technische Daten:

LD Systems Stinger 12 A G3


Typ:    Aktiver PA-Lautsprecher, Full Range
Gehäuse: 15 mm Schichtholz
Lautsprecher: 12“ (2,5“ Schwingspule) & 1“ (1“ Schwingspule)
Anschlüsse: Inputs: 2x Kombi XLR/Klinke, PowerCon; Output: Line Out Mono Mix
Regler, Schalter: Power, Mic/Line & Gain (pro Input), Mode (Full Rang/Satellite/Monitor/Flat)
Gesamtleistung: 500 W (RMS) Class D
Frequenzgang: 58 Hz - 20 kHz
Gewicht: 20,6 kg
Maße: 390 x 627 x 377 mm
Hergestellt in: China

LD Systems Stinger Sub 15 A G3

Typ:    Aktiver PA-Subwoofer
Gehäuse: 18 mm Schichtholz
Lautsprecher: 15“ (3“ Schwingspule)
Anschlüsse: Inputs: Power In, 2x Kombi XLR/Klinke; Outputs: Power Out, 2x XLR Out;
Regler, Schalter: Power, Mode (80 Hz / 100 Hz / 120 Hz / Cardoid), Main Level
Leistung: 450 W (RMS) Class D
Frequenzgang: 40 Hz - 200 Hz
Gewicht: 31,9 kg
Maße: 567 x 477 x 624 mm
Hergestellt in: China

Preise (UVP):

Stinger 12 A G3 – 699 €
Stinger SUB 15 A – 739 €

Vertrieb: Adam Hall
Weitere Infos: LD Systems Stinger G3 Series



Leser-Kommentare:
Keine Kommentare

Kommentar schreiben...

Das könnte dich auch interessieren:




layout-domain.tmpl