Kontakt -  Heft -  Impressum -  Termine -  Newsletter 

Besuche unsere Facebook-Seite Folge uns auf Twitter Videos von MusicnStuff auf Youtube Folge uns auf G+ MusicnStuff auf myspace Besuche unsere Instagram-Seite

Test: IMG Stage Line Mega DSP12

Kompromisslos

DSP-gesteuerter Lautsprecher Mega-DSP12 von IMG Stage Line im Test.


Kompromisslos

Digitale Technik mit Netzwerkanbindung ist heutzutage selbst für die ganz normale Band von nebenan kein Problem mehr. Die Mega-DSP12 von IMG Stage Line bietet nicht nur in Anbetracht des Preises sehr viel. Der folgende Test zeigt, was alles möglich ist.

Digitale Technik ist aus dem professionellen Veranstaltungsalltag nicht mehr wegzudenken. Die Möglichkeiten, auch für das kleine Budget moderne und effiziente DSP-Technik einzusetzen sind immer weiter auf dem Vormarsch. So auch die Möglichkeiten um die aktive und vor allem digitale Erweiterung der Mega-Serie aus dem Hause IMG Stage Line.

Als echtes Allzweckwerkzeug habe ich die 12er der Serie im Test. Die Mega-DSP12 ist mit innovativer Technologie ausgestattet und das zu einem mehr als fairen Preis von unter 1.000 Euro je Box. Als besonderes Gimmick lässt sich der integrierte DSP per Computer bis aufs kleinste modifizieren. Doch dazu weiter unten mehr.


Verriegelbarer PowerCon-Anschluss für maximale Sicherheit

Ausstattung

Bevor ich die inneren Werte kennenlernen möchte, zählt natürlich auch das äußere Erscheinungsbild des Lautsprechers. Völlig unspektakulär aber professionell präsentiert sich die Multifunktionsbox, was es die Erscheinung angeht. Als Schutz ist das abschraubbare Lochgitter mit einem dahinterliegenden Schaumstoff angebracht. Das Gehäuse ist aus stabilem Multiplex gefertigt sowie mit kratzbeständigem Strukturlack versehen. Rückseitig ist großflächig das Bedien- und Anschlussfeld untergebracht.

Anschlussseitig ist an alles gedacht worden. Zweikanalig lässt sich die Mega-DSP anfahren und bietet hierbei mit den Combobuchsen die Möglichkeit Kabel mit XLR- oder 6,3-mm-Klinkenbuchsen anzuschließen. Zudem lässt sich jeder Anschluss auch wieder unbearbeitet weiterleiten. Hier gibt es als Besonderheit auch die Möglichkeit das Mixsignal mit nur einem Kabel weiterzureichen.

Insbesondere für einfache Präsentation bietet sich die Box an, da man kein weiteres Mischpult benötigt. Einfach in den „Line A/Mic“-beschrifteten Port das Mikrofon und per Cinch den Zuspieler anschließen. Dann von „Line“ auf „Mic“ umschalten und den Pegel bequem an den Endlospotis anpassen. Aufwand: unter fünf Minuten.

Doch zurück zu den Aussattungsmerkmalen: Das Anschluss- und Bedienfeld zeigt sich sehr aufgeräumt und lässt sich intuitiv bedienen. Bei gerade zwei Tastern und zwei Potis kann man fast nichts falsch machen. Auch wenn ansonsten alles schlüssig ist, ist die Poti-Beschriftung im ersten Moment etwas verwirrend, da das erste Poti mit „Master Volume“ beschriftet ist und das zweite mit „Select“ und „Enter“. Das stimmt eigentlich auch; jedoch bedient des erste Poti den ersten Kanal und das zweite den zweiten Kanal. Jedoch hilft die Beschriftung dann weiter, wenn man gerade durch das sehr einfach gehaltende Menü steppt. Letztendlich beschränkt sich der direkte Zugriff an der Box darauf, dass man lediglich die (Werkseinstellungen oder am Computer erstellten) vorgefertigten Presets aufruft.

Die LEDs am Bedienfeld geben Aufschluss darüber, welcher Kanal gerade mit einem Signal versorgt wird oder ob eine der Schutzschaltungen aktiv ist. Übrigens befindet sich auch auf der Vorderseite eine LED, die bei normalem Betrieb blau oder bei einem Fehler rot leuchtet. So hat man auch vom FoH-Platz aus sofort die Information, dass das Signal ankommt und wiedergegeben wird.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Oft sind es die kleinen Details, die für einen sicheren Betrieb sorgen. So lässt sich per PowerCon-Anschluss die Box sicher ans Stromnetz anbringen beziehungsweise durchschleifen. Auch wenn ein Kaltgerätekabel universeller ist und vermutlich in Spare in der Kabelkiste liegt, ist die PowerCon-Verbindung zu bevorzugen. Hier gibt es unter normalen Umständen kein versehentliches herausziehen des Kabels aus der Buchse. Zudem sind für den Flugbetrieb M8-Gewinde mit beiliegenden Ösen im Paket.

Combobuchsen für flexiblen Anschluss per XLR- oder 6,3-mm-Klinkenstecker

Bestückung und Technik

Die Mega-DSP12 ist mit Treibern des spanischen Herstellers Beyma ausgestattet. Wie der Name schon suggeriert ist ein 12“-Basslautsprecher verbaut. Zudem findet sich ein drehbares 1“-Hochtonhorn in der Mega-DSP12. Wer also von horizontaler auf vertikaler Installation wechselt, kann mit einem beherzten Griff zum Schraubenzieher das Horn um 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen. Insbesondere für Bands kann das tatsächlich schnell relevant werden, da die Box – bedingt durch die Gehäuseform – auch als aktiver Bodenmonitor eingesetzt werden kann.

Nicht nur für unerfahrene Anwender ist es ein Vorteil, dass Endstufe, Speaker und Elektronik perfekt aufeinander abgestimmt sind. Auch wenn es Boxen gibt, die mehr Leistung versprechen, sorgen die integrierten 600-Watt ausreichend Leistung. Für den Tieftöner kommt ein 500-Watt-Class-D-Amp und beim Hochtöner ein 100-Watt-Class-A/B-Amp zum Einsatz. Beim ersten Anspieltest mit Konservenmusik kann sie durch saubere aber auch laute Klangwiedergabe glänzen.

Mit den Möglichkeiten, die der DSP im Zusammenspiel mit einem Computer per Netzwerkanschluss bietet, kann man schon sehr viel erreichen, was es zum Beispiel die klangliche Anpassung des PA-Systems an den Saal, auf der Bühne oder im Proberaum angeht. 10 vollparametrische Equalizer stehen je Kanal zur Anpassung zur Verfügung. Hier gibt es folgende Filter: All Pass, BandPass, Bell, Low & High Pass, Low & High Shelf, Notch. Mehr kann man sich eigentlich nicht mehr wünschen. Zudem hast du mit der Software „IMG Stage Line DSP Controller“ die Möglichkeit Delaylines einzurichten. Sehr komfortabel ist hierbei die Möglichkeit Zeit- oder Entfernungswerte einzugeben. Wer mag kann einfach einen Zahlenwert eingeben oder den Schieberegler in der Software bedienen. Pro Kanal lässt sich übrigens noch ein Limiter und ein Low Cut aktivieren.

Die einfachste Möglichkeit, die Mega-DSP12 zu konfigurieren geht über den Anschluss an einen Rechner – aber nur, wenn man nur eine Box steuern will. Wer zum Beispiel für ein Stereo-Setup zwei Boxen steuern will, muss dies über einen Router oder Switch realisieren. Jede Box bekommt dann eine eigene IP-Adresse und wird somit von der Software erkannt.

Die bearbeiteten Ergebnisse lassen sich auf bis zu 80 Presets abspeichern. Das Display auf der Box bietet auch genügend Platz, sodass die vergebenen Namen auch als ganzes Wort zu lesen sind. Wie schon zu Beginn erwähnt, lassen sich an der Box lediglich die Presets abrufen und die Pegel anpassen. Wenn man den Pegel direkt an der Box verändert, fühlt es sich etwas träge an, da die Zwischenschritte bei erhöhen oder absenken des Pegels doch sehr fein sind.

Sichere Stativaufnahme über den Stativflansch

Im Livebetrieb

Wichtiger als alle technischen Features ist jedoch, ob das Konzept auch aufgeht oder besser gesagt, die Box auch klingt. Und soviel vorweg: Sie klingt. Im Livetest mit einer Rockband hat sie mich und die Band überzeugt. Der im Gehäuse integrierte Boxenflansch verhalf in Kombination mit einem handelsüblichen Boxenstativ zur richtigen Höhe. Für ein noch flexibleres Handling steht auf meinem Wunschzettel evtl. ein zweiter Flansch für einen anderen Neigungswinkel oder gleich einen flexiblen Boxenschrägsteller. Apropos Handling: Mit 19 Kilogramm lässt sich die Box noch immer sehr gut bewegen. Die ausgefrästen Griffmulden bieten genug Raum für die Finger und lassen die Box somit schmerzfrei und bequem transportieren.

Zwei Mega-DSP12 reichten im Proberaum vollkommen aus, um Gesang und Keyboard transparent und in ordentlicher Lautstärke zu übertragen. Zusätzlich wurde sogar noch die Gitarre abgenommen und über die PA wiedergegeben, sodass sie sich besser gegen das Drumset durchsetzen konnte. Auch bei nicht idealer Aufstellung vom Gesangsmikrofon zu den Boxen gab es nicht das kleinste Rückkoppeln. Wenn man die komplette Band mit Schlagzeug abnimmt empfiehlt es sich noch eine Verstärkung in Form eines Subwoofers zuzulegen. Multifunktionsboxen wie die Mega-DSP12 von IMG Stage Line sind mit dieser Ausstattung, dem Leistungsangebot und Klangverhalten für Bands und Rental Companies mehr als nur ein heißer Tipp.

Technische Daten & Wertung

Mega-DSP12  
Frequenzbereich 45 Hz – 20 kHz
Verstärkerleistung

DSP-geregelt 600 Watt RMS
Tiefton 500 Watt
Hochton 100 Watt

Anschlüsse

2 x XLR-/6,3-mm-Klinke (Kombi)
(Line/Mic-A, Line-B)
2 x XLR par. out
1 x XLR MIX A+B out
Cinch L/R

Mittlerer Schalldruck 97 dB (1 W/1 m)
Max. Nennschalldruck 121 dB bei Nennleistung RMS
Abmessungen (B x H x T) 350 x 612 x 383 mm
Gewicht 19 kg


Wertung:

+ Klangeigenschaften
+ Leistung
+ Vollparametrischer 10-Band-EQ je Kanal
+ Intuitiv bedienbar

Preis (UVP): 929 €

IMG Stage Line ist im Vertrieb von Monacor International

 

 



Leser-Kommentare:
Keine Kommentare

Kommentar schreiben...

Das könnte dich auch interessieren:




layout-domain.tmpl