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Workshop: DAWs richtig vorbereiten

Programmvielfalt

Erfahre alles Wissenswerte über den Einstieg in die DAWs Cubase Pro 8, Live 9 Suite, Logic Pro X und Pro Tools 11.


Programmvielfalt

Auf dem Markt tummeln sich einfach zu viele Sequencer – wie soll man denn da noch den Überblick behalten? Wir bringen Licht ins Dunkel und beleuchten für dich die angesagtesten DAWs: Ableton Live 9 Suite, Apple Logic Pro X, Avid Pro Tools 11 und Steinberg Cubase Pro 8. Damit fällt dir der Einstieg ins Recording ganz leicht.

Wer behauptet, alle Sequencer wären bis auf die Oberfläche eh gleich, sollte sich Aufnahmeprogramme mal etwas genauer ansehen. Schon alleine durch die Aufteilung einzelner Funktionen ist es von Programm zu Programm möglich, höchst unterschiedliche Workflows zu realisieren. Mehr noch: Was für den einen unübersichtlich wirkt, mag für den anderen die perfekte Lösung in puncto Benutzerfreundlichkeit darstellen. Wichtig ist jedoch, dass man sich gleich in der Workstation seiner Wahl zurechtfindet. Aber: Worauf liegt nun der Fokus?

Zugegeben, gewisse Standardfunktionen bietet mittlerweile jede DAW, auch wenn sie nicht gleich so aussieht – selbst die kostenlosen Varianten haben allerhand Features an Bord. Neben gewissen Details einzelner Tools sind es jedoch Spezialisierungen, die Programmen den individuellen Touch geben. Sprich: Obwohl die bekanntesten Sequencer einen Allroundcharakter haben, können sie bestimmte Dinge besser als Produkte von Mitbewerbern. Überlege dir deswegen genau, in welche Richtung du gehen möchtest.

Wichtige Fragen, die du dir bei der Auswahl eines passenden Sequencers stellen solltest, wären: Auf welchem Betriebssystem möchtest du arbeiten? Hast du bestimmte Audio-Interfaces und MIDI-Geräte, die du mit dem Programm verwenden willst? Welchen Workflow stellst du dir vor? Welche Sounds möchtest du erzeugen? Arbeitest du lieber mit Audiomaterial oder mit MIDI-Instrumenten? Und vor allem: Welche Erfahrung kannst du vorweisen?

Um dir den Einstieg in die Welt der Musikproduktion zu erleichtern, stellen wir dir vier der heißesten Sequencer vor. Unsere Kandidaten: Ableton Live 9 Suite, Apple Logic Pro X, Avid Pro Tools 11 und Steinberg Cubase Pro 8. Wir zeigen dir, was die einzelnen Programme unterscheidet und wo die jeweiligen Stärken liegen. Im Grunde empfehlen wir dabei, die Software deiner Wahl vor dem Kauf anzutesten. Von vielen DAWs gibt es genau hierfür Demo-Versionen, die du direkt auf der jeweiligen Herstellerseite findest.


Ableton Live 9 bietet sich vor allem auch für die Bühne an. Unter anderem, weil es superstabil läuft.

Ableton Live 9 Suite

Live 9 Suite von Ableton lädt direkt nach der Installation zum Musikmachen ein: Die Berliner liefern ihr Flaggschiff mit einer bereits vorproduzierten Session aus. Praktisch, denn so erhält man –vor allem als Live-9-Neuling – einen Einblick in die Möglichkeiten, die der Sequencer bietet. Besonders dann, wenn man das Programm nur etwas erkunden möchte und noch keine konkreten Ideen hat, kann man hier erstmal rumschrauben und sich am Mixen probieren.

Was Live 9 Suite anderen DAWs voraus hat, ist der interaktive Live-9-Kurs: Im rechten Teil des Fensters befindet sich die sogenannte Hilfe-Ansicht. In dieser finden sich nicht nur Hinweise zu neuen Features, sondern auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die sich primär an Einsteiger richten – vom Aufnehmen über das Erzeugen von Beats bis hin zum Anbieten von MIDI-Controllern. Somit ist es selbst offline in Ableton Live 9 Suite möglich, alle relevanten Infos für eine gelungene Produktion zu erhalten.

Kein Wunder, dass der Sequenzer aus Berlin unter Produzenten elektronischer Musik so beliebt ist: Er bietet wirklich alles, was man braucht, ohne sich zusätzliche Plug-Ins zulegen zu müssen. Vor allem die mitgelieferten Synthies und Samples wissen zu überzeugen: Von authentisch klingenden Originalen bis hin zu schön tief-bassigen Synth-Klängen findet sich hier ein ganzes Arsenal an unterschiedlichen Klangfarben. Ein praktisches Feature ist hier übrigens die Möglichkeit, Sounds und Samples vorhören zu können, ohne sie gleich laden zu müssen.

Die Namensgebung verrät es bereits: Ableton Live 9 Suite ist nicht nur für die Musikproduktion in den eigenen vier Wänden gedacht. Dank der auffallend laufstabilen Performance des Programms ist es kein Problem, es mit auf die Bühne zu nehmen. Hier funktioniert alles ohne Murren und Knurren in Echtzeit – egal, ob es darum geht, das Playback zu pitchen, Beats herbeizuzaubern oder einfach nur mit den vielfältigen Synthesizern Soundlandschaften zu erzeugen.

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Das Gute an Logic Pro X ist, dass es ziemlich selbsterklärend ist. Gerade zum Einstieg sicher kein Fehler.

Logic Pro X

Apples Logic Pro X zeichnet sich vor allem durch seine einfache und übersichtliche Bedienbarkeit aus. Das macht sich bereits beim ersten Öffnen des Programms bemerkbar: Hier wird man gefragt, ob man eines von vier standardmäßig implementierten Presets auswählen möchte: „Hip-Hop“, „Elektronisch“, „Songwriter“ und „Multi-Track“ stehen zur Verfügung. Jedes Preset hält dabei für den jeweiligen Verwendungszweck die typischen Spuren und Plug-In-Presets bereit. Das kommt besonders Einsteigern in die Welt der Musikproduktion entgegen.

Für Fortgeschrittene steht neben den Presets zudem die Option „Leeres Projekt“ bereit. Da Logic Pro X ohne Spur nichts macht, fragt das Programm, was man machen möchte: Software-/MIDI-Instrument oder Audio aufnehmen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen virtuellen Drummer zu wählen, der einen quasi beim Jammen und Komponieren begleitet. Ein sehr nützliches Feature ist beim Erstellen neuer Spuren übrigens, dass Logic Pro X direkt fragt, welche Ein- und Ausgänge man für diese Spuren nutzen möchte.

Was im Gegensatz zu anderen Sequencern auffällt: Nicht gleich beim Erstellen eines neuen Projekts fragt Logic Pro X, wo man es speichern möchte, sondern spätestens beim Schließen. Das kann gut, aber auch ärgerlich sein, wenn man denkt, man hätte das Projekt schon gespeichert, und klickt auf „Nicht sichern“. Jedenfalls wird bei der Installation gleich ein Ordner namens „Logic“ erstellt – zu finden unter „Musik“. In diesem speichert das Programm, sollte nichts anderes ausgewählt sein, alle Projekte. So weiß man immer, wo man zu suchen hat.

Steckt man ein Interface an, erkennt Logic Pro X in der Regel automatisch, dass ein neues Audiogerät hinzugefügt wurde. Ansonsten lässt sich in den Einstellungen unter „Audio“ das entsprechende Gerät auswählen. Eine weitere nützliche Funktion ist in der Bibliothek zu finden: Hierüber lässt sich für jede einzelne Spur ein Icon auswählen, dass das entsprechende Instrument oder Mikrofon zeigt. Zudem werden Plug-In-Presets für die ausgewählte Signalart in den Kanal geladen. Sehr praktisch, wenn es schnell gehen muss.


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Auch die neueste Version von Avids Pro Tools richtet sich an profis – und diejenigen die einer werden wollen.

Avid Pro Tools 11

Pro Tools zählt zu den geschichtsträchtigsten DAWs auf dem Markt. Doch das Programm ist alles andere als altbacken. Im Gegenteil, dank der langjährigen Erfahrung der Entwickler gehört das Programm zu den fortgeschrittensten und funktionsreichsten auf dem Markt. Im Fokus von Pro Tools 11 stehen insbesondere das Aufnehmen und Bearbeiten von Audiomaterial; in den Menüs finden sich vielseitige und vor allem praktische Funktionen für allerlei Anwendungen.  

Schon vor dem Öffnen des Programms lässt Pro Tools seinen Umfang erahnen: Unter den Presets „Eleven Rack“, „Guitar“, „ICON”, „Misc“, „Music“, „Post Production“, „Recording+Mix“, „Songwriter“ und „VENUE Live Sound“ finden sich mindestens noch einmal so viele Varianten. Der „Industriestandard“ von Avid punktet mit einer aufgeräumten, aber dennoch umfangreichen Oberfläche. Hier finden sich viele praktische und gelungene Tools zur Audiobearbeitung: samplegenaues Schneiden oder sogar direkt in die Wellenform „zeichnen“ ist hier überhaupt kein Problem. So ist es kinderleicht, Aufnahmen von Störgeräuschen zu befreien und alles passgenau geradezurücken.

Ein Vorteil von Pro Tools 11 ist seine Ordentlichkeit. Ja, richtig gelesen, das Programm versteht es, Audio-, Film- und Fade-Dateien akribisch zu managen. Selbst einmal verschobene Clips sind mit nur wenigen Klicks wieder an ihre ursprüngliche Position gebracht. Dadurch ist nichts einfacher als immer das zu finden, was man braucht – und das sehr fix. Im Sinne der non-destruktiven Arbeitsweise ist Pro Tools ebenfalls weit vorne: Alles ist ganz einfach bis ins kleinste Detail reproduzierbar.

Auch Avid spart nicht an Plug-Ins: Neben den hauseigenen Standardwerkzeugchen sind Software-Instrumente und -Tools aus dem Hause AIR mit im Gepäck. Übrigens: Pro Tools 11 ist wahrer Künstler darin, möglichst viele – und performancehungrige – Plug-Ins auf einmal laufen zu lassen. Aufwendige Mixes mit unzähligen Kompressoren, Equalizern und Konsorten packt das Programm also mit Leichtigkeit, inklusive der wildesten Automationsfahrten.

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Besonders einfach zu bedienen dank vieler Presets: Steinbergs Cubase Pro 8

Steinberg Cubase Pro 8

Viel Wert auf Usability legt Steinberg mit Cubase Pro 8. Schon bevor sich das Programm öffnet, erscheint ein Dialog, über den sich eines der angeschlossenen Audiogeräte für die Wiedergabe auswählen lässt. Zudem stellt das eine schöne Kontrollmöglichkeit dar, ob das gewünschte Audio-Interface angeschlossen ist und vom Sequencer erkannt wird. Sehr zuvorkommend, denn so ist softwareseitig die Wiedergabe garantiert – andernfalls vereinfacht dies die Fehlersuche.

Ist Cubase Pro 8 offen, lädt der sogenannte Steinberg Hub zu einer guten Übersicht ein: In der rechten Fensterhälfte – unterteilt in „Recording“, „Scoring“, „Production“, „Mastering“ und „Andere“ – ist es möglich, eine von vielen bereits vorprogrammierten Aufnahmesituationen auszuwählen oder die zuletzt verwendete Session zu öffnen. Rechts im Fenster sind alle News, neuen Funktionen und Tutorials zur DAW zu finden. Sogar Updates sind hier aufgelistet und können direkt heruntergeladen werden. Besonders Einsteiger dürften sich hier freuen, mit nur einem Klick auf YouTube zu gelangen und sich dort das entsprechende Tutorial-Video anzusehen.

Öffnet man eines der Presets, sind bereits einige Spuren in Cubase Pro 8 zu sehen. Nützlich ist hierbei, dass am linken Ende jeder Spur nicht nur eine eigene Farbe zugewiesen ist, sondern auch ein zum Instrument passendes Icon. Am Beispiel des Presets „Metal Production“ ist bereits ein acht Takte langer Drum-Loop in der entsprechenden MIDI-Spur zu finden. Des Weiteren gibt es je eine Bass- sowie eine Gitarren-Spur für sowohl MIDI als auch Audio und eine Spur zum Aufnehmen des Gesangs. Das reicht allemal, um schnell eine Demoversion eines Songs zu produzieren.

Cubase Pro 8 wartet mit unzähligen Presets auf – egal, ob es sich um Plug-Ins, Spuren oder MIDI-Grooves handelt. Und nicht nur bei in Presets bereits erstellten Spuren lassen sich Instrumenten-Icons vergeben: Beim Öffnen einer neuen Spur kann man mittels Doppelklick auf die Stelle, auf der das Icon angezeigt wird, eines von vielen auswählen. Sollte das Richtige nicht darunter zu finden sein, ist es ebenso möglich, eigene Bilder zu laden. Trotz der vielen Funktionen bleibt Cubase Pro 8 so auch für Einsteiger immer übersichtlich.


Mehr Infos zu Steinberg Cubase Pro 8



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