Kontakt -  Heft -  Impressum -  Termine -  Newsletter 

Besuche unsere Facebook-Seite Folge uns auf Twitter Videos von MusicnStuff auf Youtube Folge uns auf G+ MusicnStuff auf myspace Besuche unsere Instagram-Seite

Test: Seaboard Block

Modularer Block die Zweite

Seaboard Block ist die spannende Kombination aus ROLIs Block-Serie und der Seaboard-Technologie.


Modularer Block die ...

ROLI überrascht mal wieder. Nachdem wir die ersten drei Blocks hier vor einigen Monaten vorgestellt haben, erhielten wir mit dem Seaboard Block ein ganz besonderes Modul zum Testen. Es kombiniert die aufsehenerregende Technologie der Seabord-Rise-Controller mit dem modularen Ansatz der Block-Serie. Dann mal schnell die Keywaves angespielt.

ROLIs Seabord ist eine interessante Weiterentwicklung des vom Klavier abstammenden Keyboard-Konzepts. Die berührungsempfindliche Oberfläche, die die gewohnte schwarz-weiße Tastatur durch zusätzliche Steuermöglichkeiten erweitert, bereichert dein dynamisches Keyboardspiel. Mit Seaboard Block rundet ROLI nun die Seaboard-Palette um eine kleine günstige Version für die modulare Block-Serie ab. Die zwei Oktaven umfassende Tastatur ist kleiner als die der Seaboard-Rise-Serie, aber etwas größer als die anderer Blocks. Links und rechts haben je drei Live, Touch oder Loop Blocks Platz oder einer der drei sowie ein Lightpad.

Oberhalb der Tastatur passen ebenfalls Blocks hin. Dort sorgen zwei magnetische Steckverbindungen für den Anschluss der Blocks untereinander, an den Seiten findest du jeweils eine Steckverbindung. Links ist zudem ein USB-Anschluss. Im Gegensatz zu den drei kleinen Blocks benötigt das Seaboard also kein Lightpad-Block als Zentrale, sondern kann eigenständig genutzt und um weitere Blocks ergänzt werden. Sogar zwei Seaboard Blocks kannst du zur Verlängerung der Tastatur verbinden.

Seaboard Blocks macht als USB-Controller eine sehr gute Figur. Im Test habe ich es unter anderem als Einspielkeyboard am iPad angeschlossen und in Cubasis MIDI-Spuren eingespielt sowie den Moog Modular 15 gesteuert. Wichtig dabei ist, dass die zu steuernden Apps und Programme den MPE-Standard kennen, damit du die vollen Möglichkeiten des Seaboard Blocks nutzt. Es macht Spaß, beim Spielen durch Veränderung der Fingerposition auf der „Taste“ (Keywave genannt) oder durch ein Variieren des Drucks Parameter (etwa die Eckfrequenz des Filters) in den Softsynths zu beeinflussen.


Die Keywaves helfen dir durch ihre Form, dich wie auf einem Keyboard zurechtzufinden.

Einbindung in Live

Für die Blocks hat ROLI mit Dashboard ein Programm zur Nutzung der Module als Controller für DAWs und Plug-ins bereitgestellt. Inzwischen hat Dashboard das Beta-Stadium hinter sich gelassen. Das Programm ist sehr übersichtlich aufgebaut und zeigt dir alle wesentlichen Informationen zu deinen Blocks an. So erkennt es automatisch die angeschlossenen Blocks und deren Belegung mit Controller-Templates. Dazu klickst du auf die angezeigte Abbildung des Blocks, den du bearbeiten willst. Dessen Einstellungen und die zur Verfügung stehenden Templates werden angezeigt.

Mit wenigen Klicks lädst du somit über die Oberfläche von Dashboard ein neues Template auf den gewünschten Block. Besonders viele gibt es für den Lightpad, darunter unter anderem eines, bei dem du ein Lighpad als Controller für Ableton Live einsetzt. Derzeit wird ein eigenes Remote-Template in Ableton Live für Blocks vorbereitet. Zukünftig wählst du also ohne Umwege in Ableton Live das Lightpad Block als Controller-Oberfläche aus. Mit dem Lightpad startest du dann Clips und Scenes und spielst Beats ein, während du mit dem neuen Seabord Block Melodien aufnimmst.

Dabei musst du allerdings vorher sowohl im Dashboard wie in den Einstellungen von Ableton Live sehr genau festlegen, welche Aufgaben das Lightpad und das Seaboard übernehmen sollen. Da das Seaboard ebenfalls als Zentrale eines Block-Set-ups funktioniert, entstehen womöglich beim Einsatz der beiden Konflikte zwischen den Funktionen. Hier wäre in Dashboard eine klare Zuordnungsfunktion hilfreich. Die Erklärung auf der Homepage von ROLI ist hilfreich, doch wer will schon unterwegs im Internet eine Anleitung suchen. Wenn dir das zu umständlich ist, schließt du einfach beide separat über die beiliegenden USB-Kabel an.

Touch Block ist eine interessante Ergänzung zum Seaboard Block.

Touch Block und die Controller Blocks

Kurz vor dem Seaboard brachte ROLI mit Touch Block einen weiteren Controller-Block auf den Markt. Als Expression Control ist er quasi so eine Art Pedal für das Seaboard-Keyboard und einiges mehr. Aufgebaut ist er wie der Live und der Loop Block. Er wird genauso wie die beiden angeschlossen, nur dass er auf die Beeinflussung deiner Spielmöglichkeiten spezialisiert ist. Er ermöglicht dir in Echtzeit die Anschlagsdynamik und andere Parameter vom Seaboard oder Lightpad Block zu verändern.

Die obere Reihe stellt dir fünf unterschiedliche Parameter zur Auswahl, die über Plus und Minus deinem Bedarf angepasst werden. Darunter findest du die Werte für Glide und Slide, also dem Rutschen mit dem Finger über den tonalen Bereich beziehungsweise über eine Seaboard Wave (zur Steuerung etwa des Filter Cutoffs). In der unteren Reihe hast du neben Plus und Minus die Möglichkeit, über Glide Lock ein Portamento zu erzeugen oder eine feste Anschlagsdynamik einzustellen. Und wenn du gerne auf dem Seaboard wie auf einem Klavier spielen willst, nutzt du die Taste für den Klavier-Modus.

Live und Loop Block verhalten sich am Seaboard Block genauso wie am Lightpad. Mit Live Block beeinflusst du die Tonskalen, erzeugst beim Spielen Akkorde oder Arpeggios, indem du auf die entsprechenden Knöpfe drückst. Loop Block unterstützt dich beim Aufnehmen. Quantisierung, Aufnahme von Loops und andere Funktionen steuerst du mit ihm. Vorausgesetzt, deine Software oder App unterstützt die Funktionen. Ob du diese beiden und /oder Touch Block zusammen mit dem Seaboard Block benötigst, hängt also sowohl von deinen Anforderungen als auch der Software ab.

Fazit / Wertung

Mit dem Seaboard Block ist ROLI ein großer Wurf in kleiner mobiler Form gelungen. Die sehr interessante Seaboard-Technologie ist durch den neuen Block für viele Musiker erschwinglicher geworden. Der fast zeitgleich erschienene Touch Block ist eine sehr gute Ergänzung zum Seaboard, da er wesentliche Parameter des Controllers beeinflusst. Diese beiden neuen Blocks und ein Lightpad Block ergeben zusammen eine gute Kombination, um etwa Ableton Live zu steuern. Dabei musst du bei den Einstellungen der Blocks aufpassen, um Konflikte zu vermeiden.

Dashboard, die Control-Software für die Blocks, ist dabei in der vorliegenden Version eine sehr gute Hilfe. Schnell passt du die Parameter deiner Blocks über die Oberfläche an deine Bedürfnisse an. Da Seaboard Block ebenso wie ein Lightpad Mittelpunkt deines Block-Set-ups sein kann, eignet es sich ohne zusätzliche Bocks als vielseitiger mobiler Controller für ausdrucksstarkes Synthesizerspiel. Die Block-Saga, sie geht erfolgreich weiter.

Wertung:
+ Metallgehäuse
+ berührungsempfindliche Oberfläche mit Keywaves
+ einfache Bedienung
+ kostenlose Noise-App für iPad und iPhone
+ ROLI Dashboard zur Steuerung von DAWs
– Einrichtung von Seaboard Block und Lightpad Block als gemeinsamer Ableton-Controller könnte in Dashboard vereinfacht werden

Preise / Technische Daten

Vertrieb
Hersteller
Internet
Preise (UVP)
Seaboard Block
391,51 Euro
Touch Block
105,95 Euro

 

 

Technische Daten
Konzept
modularer Controller
Anschlüsse USB
Verbindung Bluetooth MIDI / USB
Stromversorgung eingebauter Akku
Lieferumfang Blocks
Hergestellt in Mexiko


Leser-Kommentare:
Keine Kommentare

Kommentar schreiben...

Das könnte dich auch interessieren:




layout-domain.tmpl