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Test: Mackie ProDX8

Mixen kann so einfach sein

Hier erfährst du, was der digitale Wireless-Mixer ProDX8 von Mackie auf dem Kasten hat.


Mixen kann so ...

Mackie übernahm bereits mit dem DL1608 eine Vorreiterrolle für ultrakompakte digitale Mischpulte. Mit der ProDX-Serie beweist der Audio-Spezialist: Es geht noch kompakter. Wir hatten den größeren der beiden Wireless-Digital-Mixer im Test, den ProDX8.

Auf den ersten Blick ähnelt der ProDX8 von Mackie keinem kompakten Mischpult. Das Taschentuchbox-große Gerät sieht eher aus wie ein modernes Desktop-Audio-Interface. Dabei sollte man sich nicht von der unscheinbaren Optik täuschen lassen. Schließlich hat der Mixer so einiges unter der Haube. Vor allem im Verbund mit einem Smartphone offenbart er seine Vorzüge. Aber: Es braucht nicht unbedingt ein Handy. Ist dessen Akku leer, können die Signalpegel nach wie vor direkt am Mixer geregelt werden. Doch schauen wir uns an, was wir hier überhaupt haben.

Die Hülle des ProDX8 besteht aus Kunststoff und ist komplett schwarz. Nur hie und da macht sich ein weißer oder grüner Bedruck oder eine metallene Buchse bemerkbar. Oben besitzt der Mixer eine Art Spalt über die ganze Breite. Dieser dient als Halterung für Smartphones und bietet auch Handys mit einer dicken Hülle genügend Platz. Damit das Telefon nicht versehentlich herausrutschen kann, ist alles gummiert. Gut gelöst. Apropos: Ebenso ordentlich gummiert sind die Füßchen des ProDX8, sodass er selbst auf schrägem Untergrund mühelos Halt findet.

An der Front sitzen die wichtigsten Bedienelemente. Hier zählen wir elf Taster für die Kanalwahl und einen großen Encoder. Außerdem findet sich vorne ein 15-LED-Segment-Meter, das sowohl den Eingangs- und Ausgangspegel als auch den Sendpegel anzeigen kann. Rückseitig sind die Anschlüsse angebracht: Das ProDX8 hält sechs Kombi-Ins, einen 3,5-mm-Stereo-Klinken-In, zwei Aux-Outs, den Stereo-Main-Out und einen Kopfhöreranschluss bereit. Zusätzlich gibt es eine USB-Buchse für Updates via Rechner, den Netzschalter und die Netzbuchse. Das war’s. Lediglich eine Möglichkeit, das Smartphone direkt am Mixer zu laden – etwa in Form einer weiteren USB-Buchse –, geht hier ab. Schade eigentlich.

Wie von Mackie gewohnt, ist die Verarbeitung des ProDX8 vorbildlich: nichts wackelt oder wurde unsauber gefertigt und alles sitzt bombenfest. Mit seinen Tastern mit angenehmem Druckpunkt und dem großen, gerasteten Encoder fühlt sich der Mixer sehr wertig an. Seine kompakte Bauweise und sein Gewicht von lediglich 1,5 kg machen ihn obendrein gut transportabel. Alleine die Kunststoffabdeckung an der Front muss kritisiert werden. Denn diese weist recht schnell unschöne Kratzer auf. Das restliche Gehäuse hingegen vermittelt einen durchaus roadtauglichen Eindruck.


Auf seiner Oberseite hält der ProDX8 eine Halterung für Smartphones bereit.

Smart bedient

Die Bedienung direkt am ProDX8 ist schnell erklärt: Über einen Taster wird der gewünschte Kanal selektiert und über den Encoder der Pegel bestimmt. Jedes Eingangssignal kann an den Main-Out, einen der beiden Aux-Wege und/oder das integrierte Effektgerät gesendet werden. Das Ziel lässt sich ganz einfach über den Taster „MIX“ anwählen. Der Taster „FX“ erlaubt es zudem, einen von vier Effekt-Presets zu nutzen. Auch Buttons für Main- und Kopfhörerausgang gibt es. Außerdem gut zu wissen: Wird fünf Sekunden lang nichts bedient, wechselt der ProDX8 automatisch in den Main-Kanal zurück.

Wirklich interessant wird es in Kombination mit einem Smartphone. Mackie bietet hierfür die kostenlose MixerConnect App an, die für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich ist. Mixer und Handy sind im Handumdrehen miteinander verbunden: Bluetooth am Mobilgerät aktiviert, den Button „Bluetooth/Line-In“ so lange gedrückt bis er blinkt und den Mixer am Telefon ausgewählt. Und schon auf den ersten flüchtigen Blick steht fest: Hier finden sich mehr Möglichkeiten als am ProDX8 selbst.

Die MixerConnect App ist wie ein extrem abgespeckter Mixer einer DAW aufgebaut. Für jeden Kanal gibt es einen Fader, einen Mute-Button, einen Send und einen EQ. Dabei steht für jeden Eingangskanal ein 3-Band-Equalizer und für den Main ein EQ mit sieben Bändern bereit. Dazu kommt noch ein DSP am Ausgang, über den man mit einem graphischen EQ die PA noch anpassen kann. Wo am ProDX8 selbst lediglich vier FX-Presets auswählbar sind, bietet die App 16 verschiedene Effekte. Das reicht locker, zumal sich die Qualität der Effekte hören lassen kann. Hier ist alles sehr übersichtlich und eigentlich auch selbsterklärend aufgebaut.

Das Coole an der Steuerung des Mixers über die App: Der ProDX8 ist Recall-fähig. Das macht es einfach, bereits im Proberaum alles so weit wie möglich zu konfigurieren. So muss vor Ort nur noch das Nötigste eingestellt werden. Übrigens: Über Bluetooth verbindet sich der ProDX8 nicht nur mit einem Smartphone, sondern kann auch Audio-Streams empfangen. Dank dieser Funktion sind weder zusätzliche Zuspieler für Playback nötig noch muss ein kostbarer Kanal für die Pausenmusik belegt werden.


Über die kostenlose MixerConnect App für iOS- und Android-Geräte kann das Mackie ProDX8 ferngesteuert werden.

Unterwegs mit kleinem Besteck

Freilich, der Mackie ProDX8 ist mit seinen sechs vollwertigen Inputs nichts für größere Bands oder viele Signalquellen. Sehr wohl eignet sich der kompakte Wireless-Digital-Mixer aber für kleineres Besteck. Singer-Songwriter, akustische Ensembles oder Bands mit Gesang, Gitarre, Bass und E-Drums finden hier ein ideales Tool – sowohl für den Proberaum als auch für kleine Gigs. Selbst Laien dürften sich dank der intuitiven Bedienbarkeit schnell am Mixer und in der App zurechtfinden. Sogar zwei Monitorboxen oder zwei separate InEar-Wege lassen sich über die beiden Aux-Wege nutzen.

Besonders für Auftritte ohne Techniker empfiehlt sich der ProDX8. Er kann etwa direkt auf der Bühne stehen und von einem Musiker via Handy bedient werden. Auch die limitierte Reichweite der Bluetooth-Schnittstelle ist kein Problem. Wir konnten den Mixer bis zu einer Distanz von gut zehn Metern problemlos steuern – dann standen wir bereits an der Wand. Lediglich Sichtkontakt zwischen Mischpult und Smartphone sollte gegeben sein. So klappt auch das Streamen von Audio unterbrechungsfrei.

Kommen wir zum tadellosen Sound: Das Signal gelangt rausch- und verzerrungsfrei durch den Mixer an PA, Monitor oder Kopfhörer. Und das bei einer geringen Systemlatenz von unter zwei Millisekunden. Auch das Playback via Bluetooth wurde in einer guten Audioqualität übertragen. Für Laien genau richtig, für uns etwas zu dürftig zeigte sich jedoch der EQ. Mit den drei Bändern pro Kanal lässt sich zwar das Gröbste einstellen, doch ein gezieltes Eingreifen gegen Pfeifen oder zum Absenken von Störgeräuschen war hier nur bedingt möglich. Wünschenswert wäre zumindest noch ein Lowcut gewesen. Dafür gibt es semi-parametrische Mitten, mit denen man den Klang schön formen kann.

Wer einen ultrakompakten Mixer für kleine Live-Anwendungen, mit flexibler Bedienbarkeit und ohne Schnickschnack sucht, ist mit dem ProDX8 gut beraten. Im Grunde bekommt man hier vom Funktionsumfang her ein modernes kompaktes Analog-Mischpult, das kein bisschen rauscht und fernsteuerbar sowie Recall-fähig ist. Hier wird insbesondere der fündig, der sich nicht großartig durch zig Einstellungsebenen kämpfen, sondern sich rein auf seine Performance konzentrieren möchte.

Dank seiner großen Gummifüßchen an der Unterseite findet das ProDX8 selbst auf schiefen Ablagen Halt.

Fazit, Wertung & technische Daten

Wer einen ultrakompakten Mixer für kleine Live-Anwendungen, mit flexibler Bedienbarkeit und ohne Schnickschnack sucht, ist mit dem ProDX8 gut beraten. Im Grunde bekommt man hier vom Funktionsumfang her ein modernes kompaktes Analog-Mischpult, das kein bisschen rauscht und fernsteuerbar sowie Recall-fähig ist. Hier wird insbesondere der fündig, der sich nicht großartig durch zig Einstellungsebenen kämpfen, sondern sich rein auf seine Performance konzentrieren möchte.

Wertung:

+ vorbildliche Verarbeitung
+ intuitiv bedienbar
+ ideal für kleine Gigs ohne Techniker
+ guter Sound
– Front anfällig für Kratzer
– Handy kann nicht direkt am Mixer geladen werden

Technische Daten:

Auflösung            24 Bit zu 48 kHz
Systemlatenz       < 2 ms
Frequenzgang      20 Hz bis 20 kHz (± 1 dB)
Dynamik             105 dB
Bluetooth            3.0 (für Audio-Streaming und Fernsteuerung)
Anschlüsse          6x Kombi-In, 3,5-mm-Line-In, Stereo-Main-Out, 2x Aux-Out,
                          Phones, Mini-USB & Netzgeräteanschluss
Abmessungen      (HxBxT)    76 x 230 x 140 mm
Gewicht               1,5 g

Preis (UVP): 310 Euro

Vertrieb: Mackie
Weitere Infos: Mackie ProDX-Serie




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