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SPECIAL: Monitoring Basics

Grundlagen des Studio-Monitoring (Powered by PSI Audio)

Die Wahl der passenden Monitorboxen ist entscheidend für richtig gute Mixes – aber auch der optimale Umgang mit ihnen.


Grundlagen des ...

Für die Arbeit von Tonschaffenden ist kein Werkzeug so entscheidend wie das Monitoring. Toningenieure, Produzenten oder Sound-Designer können schließlich nur dann effizient und zielgerichtet arbeiten, wenn sie die Auswirkungen ihrer Maßnahmen auch akustisch beurteilen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein kleines Homerecording-Studio oder eine Blockbuster-Mischkino handelt – die Abhöre ist immer das entscheidende Element. Und auch wenn die Budgets sich unterscheiden, gelten überall dieselben Regeln.

Du bist gerade auf der Suche nach neuen Studiomonitoren oder willst dein Recording-Setup optimieren? Doch wie kommst du zum optimalen Ergebnis? Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen.

Die höchste Tugend einer Studio-Abhöre, wie Monitoring-Systeme oft genannt werden, ist ihre Ehrlichkeit. Die Darstellung des Klangs soll neutral und unverfälscht erfolgen, damit eine Beurteilung unter professionellen Voraussetzungen erfolgen kann. In den meisten Fällen besteht ein solches Abhörsystem aus drei Komponenten: Lautsprecher, Leistungsverstärker und Steuer-Einheit. In den heute weit verbreiteten aktiven Monitoren ist der Leistungsverstärker bereits in den Lautsprecher integriert, wodurch eine optimale Abstimmung der Komponenten aufeinander gewährleistet ist. Aus diesem Grund bauen Hersteller wie PSI Audio ausschließlich aktive Systeme.

Zur Steuerung von Lautstärke und (oftmals) diversen anderen Funktionen werden Monitor-Controller eingesetzt, die in größeren Studios vielleicht schon im Mischpult integriert, ansonsten als eigene Geräte ausgeführt sind. Besonders bei kleinen Budgets oder bei häufigem Einsatz unterwegs erfreuen sich Kopfhörer großer Beliebtheit. Das Hören über Kopfhörer unterliegt aber einer Reihe von besonderen Effekten, die bei der Arbeit bedacht werden müssen, und erlaubt generell keine präzise Beurteilung von Stereo-Panorama und Räumlichkeit.

Ein hochwertiges und gut eingerichtetes Lautsprecher-Setup ist dem Abhören mit Kopfhörern im Allgemeinen immer überlegen, weil die akustische Darstellung natürlicher ist und die Ortung von Signalen nicht im Kopf, sondern davor stattfindet. Dafür ist ein Lautsprecher-System an mehr Voraussetzungen gebunden: Neben einem technisch einwandfreien Lautsprecher bedarf es einer entsprechenden Raumakustik und der korrekten Aufstellung.


Das Mittel der Wahl, wenn man hochwertige Audiomixe erstellen will: eine Monitorbox wie die PSI Audio A23-M

Qualitäten eines guten Studio-Monitors

Für eine ehrliche Darstellung von Audiomaterial spielen eine ganze Reihe physikalischer Eigenschaften eine Rolle. Den meisten ist die Frequenzantwort oder der Frequenzgang ein Begriff. Diese Größe gibt Auskunft darüber, in welchem Maß die Darstellung verschiedener Frequenzen zueinander abweicht, ob also bestimmte Bereiche des Spektrums betont oder verdeckt werden. Ein idealer Monitor besitzt einen linearen Frequenzgang über den gesamten Hörbereich, stellt also alle Frequenzen von 20 Hz bis 20 kHz in gleicher Intensität dar.

Die typischen Frequenzkurven vernachlässigen die zeitliche Dimension und ignorieren die Tatsache, dass verschiedene Frequenzen nicht in derselben Zeitspanne reproduziert werden. Zumeist werden tiefe Frequenzen durch ihre größere Wellenlänge von den verschiedenen Komponenten eines Lautsprechers stärker verzögert als höhere Frequenzen. Dieser Timing-Aspekt spielt eine große Rolle für die Präzision der Wiedergabe, besonders im Hinblick auf Transienten und Stereobild.

Immer häufiger wird das Phasenverhalten eines Lautsprechers diskutiert, weil es für die Ehrlichkeit der Darstellung von großer Bedeutung ist. Elektronische Filter und Schaltungen beeinflussen die Phasenlage eines Signals. In Lautsprechern mit mehreren Wegen, also verschiedenen Treibern für bestimmte Frequenzbereiche, durchläuft das Signal eine Frequenzweiche und unterschiedliche Schaltungen. Dadurch kommt es zu unterschiedlichen Phasenlagen der Frequenzbereiche, die exakt ausgeglichen werden müssen, um den Klang nicht zu verfälschen. Die wenigen Hersteller, die den Phasengang überhaupt korrigieren, tun dies durch digitale Technologie. PSI Audio statt dessen vertraut ganz auf analoge Technik und hat die CPR-Technologie entwickelt, um die Phasenlage über das gesamte Spektrum linear zu halten.

Dieses Phänomen streift bereits die nächste wichtige Größe: die Impulstreue. Diese gibt an, wie schnell der Lautsprecher auf Veränderungen des Signals reagiert, also wie präzise er auch schnelle Transienten beispielsweise von perkussiven Signalen darstellen kann. Durch die Trägheit von Bauteilen der Treiber kann es zu Abweichungen der Membranbewegung vom eigentlichen Signal kommen. Diese Abweichungen müssen so gering wie möglich sein. Bei PSI Audio wirdbeispielsweise die Adaptive Output Impedance Technologie eingesetzt, bei der die Membranbewegung ununterbrochen aufgegriffen und in die Endstufe zurückgeführt wird, um maximale Präzision zu gewährleisten.

Ein wichtiger Faktor bei der Auswahl des Monitorings sind Raumgröße und akustische Gegebenheiten.

Raum für Höreindrücke

Ein wichtiger und oft übersehener Aspekt des Abhörsystems ist der Raum, in dem die Lautsprecher aufgestellt werden. Der Klang des besten Speaker-Systems wird beeinträchtigt, wenn die Raumakustik das Klangbild durch Reflexionen verschmiert und verzerrt. Der Höreindruck beim Abhören im Studio setzt sich aus dem Direktschall und der akustischen Reaktion des Raums zusammen.

Die größte Schwierigkeit bei der akustischen Gestaltung des Abhörraums besteht weniger in der Existenz von Reflexionen als vielmehr in der Tatsache, dass die Reflexionen nicht gleichmäßig über den Frequenzbereich auftreten. Sie führen bei bestimmten Frequenzen zu Betonungen, bei anderen zu Auslöschungen, und die Kombination beider Phänomene verzerrt den Frequenz- und Phasengang des gesamten Abhörsystems aus Lautsprechern und Raum, selbst dann, wenn die Monitore selbst das Signal perfekt abstrahlen.

Besonders deutlich treten diese Probleme in tiefen Frequenzen auf, deren Wellenlängen den Abmessungen des Raums entsprechen. Die sogenannten „Raummoden“ oder „stehenden Wellen“ sind Resonanzen, deren genaue Frequenz von den Abmessungen des Raums abhängt. Sie resonieren deutlich länger als andere Frequenzen und erzeugen dröhnende Bereiche oder fast vollständige Auslöschungen der betroffenen Frequenzen an verschiedenen Stellen im Raum, die eine neutrale Beurteilung des betreffenden Frequenzbereichs nahezu unmöglich machen. Diese langwelligen Bereiche können nicht durch kleine Absorber an den Wänden korrigiert werden.

Akustische Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung von modalen Resonanzen sind aufwendig und brauchen vergleichsweise viel Platz oder sind schwierig zu bauen. Bei PSI Audio hat man deshalb mit der aktiven Bassfalle AVAA eine Alternative entwickelt, die nicht mit Gegenschall arbeitet wie ANC-Kopfhörer, sondern eine extrem niedrige akustische Impedanz erzeugt und somit die Reflexionen aus dem Raum entfernt. Ob mit AVAA oder einer anderen Lösung, die Behandlung von raumakustischen Problemen ist zur Schaffung einer guten Abhörmöglichkeit unabdingbar.

Je mehr Wege die Monitorbox bietet, desto größer sollte der Raum sein, den sie beschallt.

Positionierung im Raum

Neben den Raumresonanzen bilden die frühen Reflexionen oder early reflections das größte akustische Problem beim Abhören. Die ersten Raumechos kommen meistens von den Wänden hinter oder neben den Lautsprechern. Durch ihren kurzen Abstand zum Direktschall und den vergleichsweise hohen Pegel können diese ersten Reflexionen den Klangeindruck empfindlich stören. Klassische Absorber oder Diffusoren können hier Abhilfe schaffen. Eine andere Möglichkeit ist die Veränderung der Lautsprecher- und Hörplatz-Positionierung im Raum zur Minimierung des Einflusses von frühen Reflexionen und Raummoden. Diese Option wird oft übersehen, dabei ist sie nicht mit Kosten verbunden und kann eine signifikante Verbesserung herbeiführen.

Außerdem gelten für die Aufstellung natürlich die weithin bekannten Regeln. Das Stereodreieck sollte eingehalten werden, sodass linker und rechter Lautsprecher zueinander denselben Abstand haben wie jeder Lautsprecher zur Abhörposition. Nur so können nicht nur die Außenpositionen im Stereopanorama, sondern auch die Phantomschallquellen zwischen den Speakern präzise geortet werden. Zur Vermeidung von Frequenzüberhöhungen sollten außerdem die Mindestabstände der Lautsprecher von Begrenzungsflächen wie Rückwand oder Seitenwänden eingehalten werden. Diese Abstände unterscheiden sich je nach Lautsprecher und vor allem nach Ausführung der Bassreflexöffnung und sind üblicherweise im Handbuch als Empfehlung verzeichnet.

Einer der wichtigsten Aspekte beim Abhören ist außerdem der Hörabstand, also die Distanz zwischen Hörern und Lautsprechern. Diese Distanz bestimmt die bevorzugte Bauart der Monitor-Lautsprecher und die Bedeutung des Raums.

PSI Audios AVAA ist eine aktive Bassfalle mit der man den Raumsound fantistisch aufräumen kann.

Von Nearfield bis Farfield

Die am weitesten verbreiteten Arten von Studio-Monitoren sind Nahfeld- oder Nearfield-Monitore. Mit Tiefmittelton-Membranen von acht Zoll oder weniger und relativ kompakten Abmessungen eignen sich diese Lautsprecher besonders für kleinere Studios. Nahfeldmonitore wie PSI Audios A17-M nutzen selten mehr als zwei Wege und können daher in deutlich geringerer Distanz zu den Hörern aufgestellt werden. Durch diese größere Nähe spielt der Direktschall bei Nahfeldmonitoren eine größere Rolle und die akustischen Gegebenheiten des Raums werden etwas weniger wichtig. Dadurch entsteht auch in akustisch schwierigen Räumen eine vergleichsweise exakte Darstellung.

Midfield-Monitore stehen in etwa zwei bis vier Metern Abstand, haben oft größere Tieftöner, mehr Treiber und mehr Endstufenleistung. So ermöglichen Lautsprecher wie beispielsweise das PSI Audio Drei-Wege-System A23-M durch die Aufteilung des Spektrums auf drei Treiber eine größere Transparenz und Klarheit. Allerdings sind die Treiber auch räumlich etwas weiter voneinander entfernt, sodass zumeist ein größerer Hörabstand erforderlich ist, damit wieder ein vollständiges Klangbild entsteht. Dieser größere Hörabstand wiederum erfordert auch eine bessere Raumakustik.

Schließlich gibt es noch die „große Abhöre“ mit Farfield-Monitoren. Diese Lautsprecher werden meistens in die Wand eines Studios eingebaut und haben damit vier oder mehr Meter Abstand zum Hörplatz. Durch die halbkreisförmige Abstrahlung auch tiefer Frequenzen beim Einbau in die Wand bieten Farfields besonders kräftige Bässe. Die Abstrahlung in den Raum als Ganzes erfordert aber auch eine makellos gestaltete Raumakustik. Eingebaute Lautsprecher müssen für ihre Positionierung kalibriert werden und bieten kaum Flexibilität in der Aufstellung.

Eine Sonderrolle nehmen Standlautsprecher ein, die konzeptionell zwischen Midfield- und Farfield-Lautsprechern angesiedelt sind und oft in Mastering-Studios ihren Platz finden. Im Gegensatz zu kompakteren Boxen haben Standlautsprecher den Vorteil, dass sie keine Stative benötigen. Ihre „Stative“ sind praktisch voll in das akustische Konzept des Lautsprechers integriert.


Autor dieses Artikels und CEO von PSI Audio: Roger Roschnik

Über PSI Audio

Seit 40 Jahren entwickelt und baut die Schweizer Firma Relec SA hochwertige Wiedergabesysteme für den professionellen Bereich, unter anderem auch als OEM-Hersteller für Studer. Als Marke hat sich PSI Audio mittlerweile fest im Bereich der Studio-Lautsprecher etabliert. Die Firmenphilosophie: 100 Prozent analoge Schaltungstechnik ohne DSP, höchste Qualität durch Fertigung in der eigenen Manufaktur – und absolut klangneutrale Darstellung. Die Lautsprecher von PSI Audio geben exakt das wieder, was in der Musik vorhanden ist, fügen nichts hinzu und lassen nichts weg. Mit der aktiven Bassfalle AVAA C20 revolutioniert PSI Audio außerdem die Raumakustik.

„Bei PSI Audio haben wir Jahre in die Erforschung und Entwicklung von Abhörsystemen investiert. In einem einzigen Artikel lässt sich natürlich nicht die ganze Erfahrung dieser Zeit zusammenfassen. Aber wir hoffen, dass wir dir einige Details näherbringen und dir helfen konnten, das Thema Studio-Monitoring besser zu begreifen.“, so Roger Roschnik, CEO bei PSI Audio, der diesen Artikel netterweise für uns verfasst hat.

Weitere Infos: PSI Audio im Netz



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