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Workshop: Musiker-Business, Teil 10 – Die Suche nach dem richtigen Label

Partnerw(qu)ahl

Partnerwahl – darauf solltest du achten, wenn du auf der Suche nach dem richtigen Label bist.


Partnerw(qu)ahl

Alles stimmt und du bist bereit, nach den Sternen zu greifen und die Welt im Sturm zu erobern? Jetzt hast du die Qual der Wahl: Finde den passenden Partner, der dich und deine Band nach vorne bringt. Aber so leicht ist das nicht, vor allem weil es in der heutigen Zeit den Anschein macht, als gäbe es Labels wie Sand am Meer. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest.

Obwohl es heutzutage den Anschein hat, als wüchsen Labels auf Bäumen und man müsse nur noch einen Vertrag abpflücken, ist es durchaus nicht einfach, den richtigen Partner zu finden. Das liegt in dem Trend bedingt, dass viele Labels sich an die Gepflogenheiten der Selbstvermarktungsplattformen annähern und unerfahrene Bands signen, um ihren Katalog zu füllen. Dann sind diese Labels aber eher Dienstleister – was zunächst nicht verwerflich ist, wenn das auch so kommuniziert wird.

Schwierig wird es nur, wenn der Künstler glaubt, er hätte einen Partner, während das Label den Künstler eher als Auftraggeber sieht. So eine Konstellation geht fast nie gut aus. Also verschaff’ dir in den Gesprächen mit den Labels Klarheit darüber, was gemacht wird und wer welche Aufgaben in der Zusammenarbeit erfüllt. Der Schlüssel ist oftmals eine beidseitige Kommunikationsbereitschaft, ohne Kontrollzwang auszuüben! Sonst wäre das für beide Seiten so, als ob man als kleiner Freigeist in eine spießige Pflegefamilie eingegliedert wird – so eine Beziehung ist am Ende oft nur noch von Abhängigkeiten geprägt.


Schubladendenken erlaubt

Wenn du also wirklich bereit bist für eine professionelle und kommunikative Zusammenarbeit, solltest du anfangen, dir die Labels ähnlicher Künstler anzuschauen. Und damit ist nicht gemeint, dass man wieder direkt nach den Sternen greifen soll und bei einem Major sein Glück versucht. Fang in deinem Umfeld an zu suchen.

Obwohl örtliche Nähe zu deinem Label nicht zwingend notwendig ist, kann es für den Einstieg einiges erleichtern. Man kann sich häufiger persönlich treffen und Vertrauen aufbauen.

Frage bei befreundeten Bands ähnlicher Musikstile nach, wo sie unterschrieben haben und wie die Zusammenarbeit aussieht. Schau dir national erfolgreiche Künstler an, die noch vor dem Durchbruch stehen – deren Labels zeigen damit schon mal die grundsätzliche Bereitschaft einen Künstler aufzubauen.

Hilfreich kann auch sein, wenn man einen Verein wie den VUT anschaut (Verein unabhängiger Tonträgerunternehmen). Auf deren Homepage findet man eine Auflistung der Mitglieder, darunter Labels, Verlage, Musikmanager etc.: http://www.vut.de/vut/vutmitgliederpublic/

Expertentreff und Tagungen

Es kann auch Sinn machen, mal auf die Business-Treffen der Branche zu gehen. Die Midem ist sehr teuer und hier tummeln sich eher die großen Fische, die um Verträge mit schon international erfolgreichen Künstlern buhlen. Das Reeperbahn-Festival, die c/o Pop und die Berlin Music Week bilden da schon eher die Kragenweite ambitionierter Newcomer.

Wenn du dann eine Auswahl getroffen hast und vielleicht schon ein Meeting an Land ziehen konntest, solltest du dich auf das Gespräch gut vorbereiten. Wichtig ist vor allem, dass du deine Ziele kennst. Wo möchtest du in einem Jahr, in drei Jahren, in fünf und in zehn Jahren stehen? Wähle deine Ziele realistisch aus! Hier wirst du auch schnell auf die Entscheidung treffen, mit welcher Intensität du deine musikalische Karriere verfolgen willst.

Zielstrebigkeit ist gut, aber lasse eben von vorne herein auch das Feedback und den Einfluss des Labels zu, solange man einen gemeinsamen Weg verfolgt. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Aufgabe der Labels darin besteht, mit dir gemeinsam ein marktreifes Produkt zu entwickeln. Daher kommt zwangsweise ein gewisser Input von einem Label.

Wenn du diesen wichtigen Schritt geschafft hast und du ein Label überzeugen konntest mit dir aufs Ganze zu gehen, dann kommt im nächsten Schritt auch schon die Vertragsverhandlung. Dieses Thema wird im übernächsten Artikel genau unter die Lupe genommen, also nutze die Zeit schon mal, um ein Meeting mit einem Label zu organisieren ;-)



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