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Reportage: Stahlzeit

Feuer und Flamme

Deutschlands wohl authentischste Rammstein-Coverband beweist Klasse und Professionalität.


Feuer und Flamme

Als Cover-Band steht man doch immer wieder vor derselben großen Aufgabe: Wie gut kommt man an das Original überhaupt ran? Vor allem, wenn das große Vorbild Rammstein heißt. Wir waren bei Stahlzeit, eine der bekanntesten und aufwendigsten Rammstein-Cover-Bands Deutschlands.

Angekommen und ein Blick auf das Preisschild an der Kasse zeigt: Stolze 24 € kostet ein Ticket für eine Stahlzeit-Show. Da erwarte ich nun schon ein wenig was dafür. Vorbei an der Garderobe, hinein in die bereits gut gefüllte Halle. Bestens gelaunt und mit Flaschenbier in der Hand stehen schon an die schätzungsweise 1000 Besucher in der vorgeheizten Konzerthalle. Mein erster Eindruck: Rammstein ist wohl das Ding der älteren Generation. Ein deutlicher Überhang von 45+ tummelt sich im Publikum, das mir doch recht schnell das Gefühl gibt, dass ich zu den Jüngsten im Gemenge zähle. Diese Wahrnehmung deckt jedenfalls auch ein Stück weit das letzte Rammstein-Konzert, das ich besuchte. Noch eine gute halbe Stunde bis Stahlzeit die Bühne betreten.

Eine Cover-Vorband eröffnet den Abend. Während der Suche nach einem geeigneten Platz hört man zu oft gespielte Songs wie „Hard Rock Halleluja“ und „Warriors Of The World“ des Support-Acts. Nun ja, wem’s gefällt.

Auch wenn nicht übel gespielt, zottelt die Vorgruppe endlich ab. Fix räumt die Crew von Stahlzeit die Bühne um, bringt Equipment in Position und die Halle füllt sich zur Gänze. Dann kann’s ja losgehen. Nach einer kleinen Wartezeit erklingt auch schon das Intro der Rammstein-Imitatoren. Und es erklingt. Und erklingt. Für meinen Geschmack sind 3 Minuten eindeutig zu viel, wenn auf der Bühne nichts Nennenswertes passiert, außer, dass die Musiker bejubelt auf die Bühne treten und im Anschluss eine gefühlte Ewigkeit wartend an ihren Positionen stehen.


Die bombastische Pyro-Show darf auch bei Stahlzeit nicht fehlen

Dem Original ganz nahe

Meine Skepsis wird schnell durchschlagen, als die Band in die Saiten haut. Die erste Hälfte des Abends feuert die Truppe gekonnt ein schmackhaftes Repertoire an Rammstein-Songs der ersten Jahre heraus. Alben wie „Herzleid“ und „Sehnsucht“ bekommen einen ganz besonderen Fokus und überzeugen auf ganzer Linie. Leider fällt die zweite Gitarre immer mal wieder aus, was die Wall-Of-Sound etwas mildert. Aber, wo gibt’s das nicht?

Nach gut einer Stunde gibt es eine kleine Verschnaufpause und Sänger Heli Reissenweber hält eine kleine Ansprache, in der er das Publikum begrüßt und selbstverständlich auch etwas in die Merchandise-Werbetrommel haut. Das Geplauder dauert nicht lange und schon startet die Band in die zweite Runde ihres Programms, welches offensichtlich auf neuere Songs der Rammstein-Diskographie gerichtet ist. Bemerkenswert an dieser Stelle: Kontinuierlich steigert sich Showspektakel, Präzision des Spiels und Laune des Publikums, welches mittlerweile lautstark bei den Songs mitgrölt. Am Augenschmaus fehlt es ebenfalls keineswegs. Alles, was bei einem originalen Rammstein-Konzert geboten wird, fehlt auch bei Stahlzeit nicht. Die komplette Show ist perfekt inszeniert. Selbst Requisiten sind bis auf minimalste Unterschiede bestens nachgeahmt und vorbereitet. So macht die Sache wirklich Spaß. Selbstverständlich sei an dieser Stelle auch die Stimme von Heli gelobt, da auch diese erschreckend der von Herrn Lindemann gleicht. Hut ab!

Fazit

Nach einer knappen zweieinhalb-stündigen Show mit ordentlich Wums, Feuer, Licht- und Show-Effekten sind 24 € absolut richtig investiert. Bei einer Stahlzeitshow kommt man absolut auf seine Kosten und kann ungestört dem Rammsteinkult frönen. Da die Band alljährlich in ganz Deutschland unterwegs ist, bekommt man glücklicherweise immer wieder die Gelegenheit, die Jungs abzufangen.

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