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Nice to know: Tremolo oder Vibrato?

Wie heißt das nochmal?

Heißt es jetzt bei einer Gitarre Tremolo oder Vibrato? Und wieso eigentlich? Oder ist das gar nicht so klar?


Wie heißt das ...

Wenn sich Musiker miteinander unterhalten verstehen Außenstehende oftmals nur Bahnhof? Richtcharakteristik, Mensur, Phantomspeisung … wie bitte? Doch auch unter Musikern gibt es von Zeit zu Zeit Kommunikationsprobleme, etwa wenn man sich uneinig ist, wie es denn jetzt korrekt heißt. Einer dieser Streitpunkte ist, ob man ein Tremolo oder ein Vibrato an seiner Gitarre hat. Ein Versuch etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Oftmals entzündet sich ein Streit unter Musikern auch mal an Kleinigkeiten, zum Beispiel an der korrekten Bezeichnung einer Tätigkeit oder eines Teils des Equipments. So zum Beispiel, wenn es um die bei manchen Gitarren zum Zwecke der Tonhöhenverschiebung bewegliche Brücke, auch Tremolo genannt, geht. Oder heißt es doch Vibrato? Ja wie denn jetzt? Und warum gibt es überhaupt zwei Worte für die gleiche Sache?

Zum Glück kann man hier recht einfach etwas Licht ins Dunkel bringen. Fangen wir doch erstmal mit dem korrekten Wort an. Also, mit der beweglichen Platte an Gitarren und dem dazugehörigen Hebel der daran befestigt ist, macht man was? Richtig, man erhöht oder senkt die Tonhöhe der schwingenden Saite durch Verlängern bzw. Verkürzen der Saite. Und der wissenschaftlich korrekte Begriff dafür ist: Vibrato. Denn wie man es schon seit langem etwa von Sängern kennt, nennt man eine Tonhöhenveränderung bei Gesang Vibrato. Und auch wenn man eine Saite der Gitarre bewegt, um für leichte Tonhöhenschwankungen zu sorgen spricht man vom Fingervibrato. Tremolo hingegen ist ein Begriff für eine Lautstärkenänderung – wie man es beispielsweise von entsprechenden Effektpedalen kennt. Wobei der Begriff auch für schnelles Picking verwendet wird – es ist also schon verwirrend.

Doch wie kam es nun dazu, dass sich der Begriff Tremolo unter Gitarristen etabliert hat? Wie bei so vielem was großen Einfluss in Sachen Equipment in der jüngeren Musikgeschichte hat hatte hier ein gewisser Leo Fender seine Finger im Spiel. Denn als er seine Fender Stratocaster und deren Konstruktionsdetails zum Patent anmeldete, lies er seine Brückenkonstruktion als „Tremolo“ eintragen. Es ist zu vermuten, dass er die Begriffe Tremolo und Vibrato einfach grundsätzlich verwechselte. Denn als Fender wenig später begann, Verstärker mit eingebautem Tremolo-Effekt anzubieten, hieß diese Funktion dort Vibrato. Und dank der großen Verbreitung der Produkte dieses legendären Herstellers hat sich – zumindest für E-Gitarristen – die Bedeutung der Begriffe Tremolo und Vibrato gewandelt – oftmals verschwimmen sie gerade zu miteinander. Aber es könnte schlimmer sein. Das Wichtigste ist doch, dass man irgendwie versteht, worüber man und der Gesprächspartner redet. In diesem Sinne: Fröhliches Diskutieren.




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