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Newcomer: Deine Cousine

Bock auf Rock

Ob als Sängerin bei Udo Lindenberg oder mit ihrer Band „Deine Cousine: Ina Bredehorn weiß, wie man rockt.


Bock auf Rock

Wer soll eigentlich das Erbe der Ärzte und der Toten Hosen antreten, wenn diese Institutionen des deutschen Punkrock sich in die verdiente Rente verabschieden? Deine Cousine um Frontfrau Ina Bredehorn steht auf jeden Fall schon in den Startlöchern – und macht jetzt schon jede Menge Spaß.

Aller Anfang ist schwer – und die Entscheidung, sich voll und ganz der Musik zu widmen, auch nicht leicht. Davon kann auch Ina Bredehorn, die Frontfrau von Deine Cousine ein Lied singen. Denn nach vielversprechenden Anfängen in Teenagerjahren konzentrierte sie sich erstmal auf Ausbildung und Beruf, bis sie die Sehnsucht nach Musik und Bühne doch noch in die große weite Welt zog. Nach dem Gewinn von Udo Lindenbergs „Panikpreis“ im Jahr 2014 landete Ina zunächst in desssen Liveband und startete später Deine Cousine. Jetzt ist das Debütalbum fertig – und auch live ist 2019 einiges geplant.

Music nStuff: Erzähl doch zunächst bitte kurz, wie du zum Musikmachen
gekommen bist.
Ina Bredehorn:
Ich habe schon im Kindergarten gesungen und es geliebt auf der Bühne zu stehen. Mit meiner ersten Band mit dreizehn hab ich dann erfahren dürfen, was für ein geiles Gefühl das ist, wenn du mit etwas, das dich selbst total erfüllt, anderen auch Freude bereiten kannst. Außerdem hatten wir eine wahnsinnig aufregende Jugend dadurch. Dass ich den Schritt gewagt habe „ernsthaft“ Musik zu machen, hatte etwas damit zu tun, dass ich in Hamburg Menschen kennengelernt habe, die schon sehr lange beruflich als Musiker aktiv waren und mir einer davon gesagt hat: Kündige doch einfach! Du kriegst das schon hin, du bist doch ein guter Typ. Ich hab damals gedacht: Wenn er an mich glaubt, kann ich das auch.

MnS: Du hast als Teenager deine ersten Banderfahrungen gesammelt – dann aber zunächst den Fokus auf Ausbildung und Beruf gelegt. Gab es da den Gedanken an Absicherung für später? Oder hat zu der Zeit das Feuer, das man für eine intensive Bandkarriere braucht, etwas nachgelassen?
Ina:
Den Gedanken an Absicherung hatte ich mit 16 ganz sicher nicht. Es war eher ein Fehlen von Vorbildern und Perspektiven. Nicht die Stars aus dem Fernsehen, sondern Menschen im greifbaren Umfeld, die Musiker sein konnten, ohne dass das am Ende hieß, dass sie fünf Tage die Woche unterrichten. Ich kannte niemanden der oder die wirklich beruflich Musik machten, mit eigenen Songs auftraten und damit glücklich waren. Nicht falsch verstehen unterrichten ist eine super Sache und wichtig aber für den Weg fehlte mir jegliche Musiktheorie und Geduld. Ich wäre auch heute noch eine super schlechte Lehrerin. Mein Album heißt nicht ohne Grund „Attacke“, der Song handelt für mich von genau diesem Mut der mir so lange gefehlt hat und den ich erst bekommen habe als Menschen an mich geglaubt haben, die das Leben führten was ich so sehr wollte.


MnS: Du bist dann als Mitglied in Udo Lindenbergs Band gelandet? Wie ist es dazu gekommen?
Ina:
Das ist eher zufällig passiert. Udo fand einen meiner damaligen Songs super, den ich bei seinem Förderprogramm „Panikpreis“ eingesandt hatte, und wir sind Freunde geworden. Zweieinhalb Jahre später brauchte er eine neue Sängerin. Es war nie mein Plan Background-Sängerin zu werden. Bei Udo ist man zum Glück kein typischer Background, die in der Ecke sitzt, sondern man darf Teil einer großen musikalischen Party sein. Da bekommt jeder seinen Moment zum Glänzen. Das ist wirklich toll.


Seid dem 26. April erhältlich: Deine Cousine „Attacke“

Auf eigenen Beinen

MnS: Wie kamst du dann auf die Idee zu „Deine Cousine“? War von Beginn an klar, in welche Richtung es musikalisch gehen soll?
Ina:
Nein, am Anfang war nicht so klar, wo die Reise hingeht. Musikalisch hat sich das erst durch den Produzenten ergeben. Wir haben uns vor drei Jahren kennengelernt, sind schnell Freunde geworden und haben nächtelang über Songs geredet. Er kannte alles, was ich zu der Zeit geschrieben habe und merkte, dass ich jemanden brauche, der das sortiert und Struktur in mein Chaos bringt. Er hat mich ermutigt, zu meinen Ursprüngen zurückzukehren und nicht irgendwelchen Trends zu folgen, worüber ich sehr glücklich bin.

Nachdem wir die erste Single „Attacke“ des gleichnamigen Albums veröffentlicht hatten, schrieb mir ein ganz alter Freund: „Hey, das klingt wie die Musik, die wir gehört haben, als wir uns kennengelernt haben.“ Und er hat Recht. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde ich jetzt da ansetzen, wo ich wegen meiner Ausbildung aufgehört habe.

MnS: Wie würdest du deine Musik jemandem beschreiben, der „Deine Cousine“ noch nie gehört hat?
Ina:
Gar nicht, ich würde ihn zu einer Show einladen. Das ist einfach das, was ich schon immer am besten konnte. Wenn ich das beeinflussen könnte, sollte mich jeder erst live sehen, bevor er meine Platte anhört.

MnS: Wie muss man sich das Songwriting bei euch typischerweise vorstellen? Womit fängt es an bzw. was ist zuerst da?
Ina:
Ich mache das nicht komplett alleine, sondern im Team, aber nicht mit der Band. Die wird meistens erst beim Arrangement mit in den Prozess einbezogen, trägt da aber sehr viel dazu bei, dass die Songs die richtige Energie bekommen. Was zuerst da ist, ist definitiv ein Teil des Textes. Ohne eine konkrete Textzeile, die mich kickt, fange ich selten zu schreiben an.

MnS: Im April kommt das Debütalbum, dann stehen einige Konzerte an ... was ist für die Zeit danach geplant?
Ina:
Nach den Releaseshows im Mai bin ich erstmal zwei Monate mit Udo auf Tour. Aber danach spielen wir dann im Sommer einige Festivals. Im November wird es eine große Tour mit 21 Shows quer durch Deutschland geben. Das ist für einen
Newcomer schon eine ganz schön lange Tour – da freue ich mich sehr drauf.


Hier der Titelsong vom Debütalbum „Attacke“:

„Deine Cousine“ live

09.06.: Worpswede, Openair
19.06.: Vechta, Campusfestival
18.07.: München, Free&Easy
02.08.: Anröchte, Big Day Out

Attacke-Tour 2019

26.10.: Düsseldorf, Tube
30.10.: Magdeburg, Alte Feuerwache
31.10.: Rostock, Stadtpalast
01.11.: Leipzig, Naumanns
02.11.: Salzwedel, Club Hanseat
13.11.: Stuttgart, Im Wizemann
14.11.: Wiesbaden, Schlachthof
16.11.: Berlin, Lido
20.11.: Münster, Sputnikhalle
21.11.: Dortmund, FTW
22.11.: Saarbrücken, Garage
23.11.: München, Backstage
26.11.: A-Wien, Arena
27.11.: Nürnberg, Z-Bau
28.11.; Dresden, Groovestation
29.11.: Köln, Luxor
30.11.: Hannover, Lux
05.12.: Bremen, Tower
06.12.: Hamburg, Knust

Weitere Infos: Deine Cousine im Netz



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