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Künstlertipp: Brannthorde

Harter Tobak, doch feiner Tobak

Die vertonte Schwärze hat ein Gesicht.


Harter Tobak, doch ...

Gekeife, unverständliche Lyrics und durchgehend zerstörerische Blast-Beats? So wird Black Metal oft aus der Sicht eines Nicht-Hörers assoziiert. Nun, das mag sicherlich auch ein Stück weit stimmen, aber eben doch nicht in voller Gänze. Ein Schwarzwälder Duo zeigt, dass Black Metal in seiner Wucht trotzdem ruhigere und atmosphärische Melodien aufweisen kann. Auf eigene Art und Weise.

Zugegeben, Black Metal ist nicht gerade jedermanns Sache. Selbst als Metal-Liebhaber kann man sich schon einmal schwer tun, diese Art von Musik zu mögen oder an sich ranzulassen. Aber wie so oft gilt: Einfach mal anhören. Brannthorde definieren durch ihre Eigeninterpretation den Stil nicht unbedingt neu, heben sich aber mit sehr aggressivem Gesang, bissigem Gitarren-Sound und druckvollem Schlagzeug deutlich ab. Höchstwahrscheinlich klingt das Gesamtgefüge für die traditionelle Vertonung etwas zu modern, aber genau das macht den Charme der Band aus. Auffällig ist auch die Vorliebe der Musiker für Samples. Die Untermalung im einen oder anderen Stück ist damit sehr gelungen. An manchen Stellen erinnert es stark an Post-Rock oder Post-Metal, wie beispielsweise im Stück "Ewige Angst". Sehr schön gemacht, da es die wilden und teilweise luftzerreisenden Textpassagen von Sänger Giuliano Barbieri bestens ergänzt. Wenn wir schon an diesem Punkt sind, dann sollte auch erwähnt sein, dass nicht nur drückende Blast-Beats und Doublebass-Gewitter auf dem Plan stehen, sondern selbstverständlich, wie bereits erwähnt, auch ruhigere Parts, in denen die dunkle Wahrnehmung der Songs um einiges mehr untermalt wird. Beispielsweise im Intro des Track „Durch das Finster” findet man eine solche Riff- und Rhythmusidee, welche nicht die einzigste auf der demnächst erscheinenden Platte ist. Nach dem zweiten und dritten Durchhören werden einem noch einige mehr auffallen. Wie so oft wird im Metal überwiegend auf Englisch gesungen, doch Brannthorde sind hier offensichtlich anderer Meinung. Die Texte sind durchweg auf Deutsch verfasst, was anfangs vielleicht gewöhnungsbedürftig sein kann, dennoch ein schickes Alleinstellungsmerkmal ist. Zusammengefasst verkörpert "Brannthorde" einen potentiellen Newcomer der dunklen Töne, von dem man in Zukunft hoffentlich noch mehr zu hören und zu sehen bekommen wird.

Am 12. Mai erscheint das Debüt-Album „Auf Teufel komm raus” via ASTA Entertainment. Die Scheibe ist bereits vorab auf Bandcamp im Stream und kann in hoher Qualität heruntergeladen werden. Wem die Entscheidung an dieser Stelle immer noch schwer fällt, für den - und natürlich auch alle anderen - gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack.


Stockender Atem

 

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