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Kolumne: Phrasenmäher zur perfekten Setlist

„Ein gutes Konzert ist mehr als nur eine Aneinanderreihung von Liedern“

Wie schafft man es live das Publikum zu begeistern? Phrasenmäher erzählen, welche Tricks sie dafür in petto haben.


„Ein gutes ...

Wie schafft man es als Band, das Publikum in seinen Bann zu ziehen und die Massen in Ekstase zu versetzen? Na sicher nicht, indem man sie mit Missachtung straft oder auf der Bühne einfach nur gelangweilt sein Programm abspult. Auch bei Phrasenmäher war das ein Lernprozess – doch mittlerweile weiß das Trio, dass andere Sachen als fettes Licht oder Spezialeffekte die beste Wirkung zeigen.

Es ist ein bisschen mehr als zehn Jahre her, da hießen fast alle Bands irgendwas mit „The“ und machten irgendeine Form von Garagenrock. Zumindest war das auf meinem MP3-Player so. Zwar hörte ich die Bands und ihre Lieder rauf und runter, ging aber schon ziemlich bald nicht mehr auf deren Konzerte. Nach ein paar Abenden war mir die Lust vergangen. Irgendwie musste sich herumgesprochen haben, dass man am Besten möglichst gelangweilt rumstehen und wenig mit dem Publikum sprechen sollte. Nur wenige meiner Lieblingsbands hatten anscheinend auch außerhalb ihrer Texte etwas zu sagen. Und einige hatten all ihre Energie womöglich schon in der Musik verbraten, so dass sie die Live-Shows nur noch möglichst regungslos über die Bühne bringen konnten. Spätestens in dieser Zeit realisierte ich: Zu einem gelungenen Konzert gehört definitiv mehr als nur ein paar gute Lieder.

Natürlich sorgt eine kluge Setlist dafür, dass das Konzert in den richtigen Momenten an Fahrt gewinnt oder Tempo rausnimmt. Licht, Bühnenbild, Kostüme, Tänzer, Pyrotechnik oder ein silbern glitzernder Drache unterhalb der Hallendecke können das Konzert zu einem echten Spektakel machen. Letztere Ideen sind in der Regel aber meistens zu teuer und gerade am Anfang einer Karriere schwer umzusetzen. Allerdings gibt es zwei Dinge, die können einen talentierten Musiker vor einer schwarzen Wand auch ohne große Show zu einem wahren Erlebnis machen: Bühnenpräsenz und Ansagen. Gerade zwischen den Stücken entscheidet sich oft, ob ein Abend ein Erfolg wird.

Wer kennt es nicht! Der erste Auftritt in der Schulaula: Mit leicht rotem Kopf kommt lediglich „Das nächste Lied heißt ‚Wonderwall’.“ aus dem eigenen Mund raus. Besser als nichts, aber auch nicht wirklich geil. Oder später beim Bandwettbewerb: Vor lauter Nervosität gibt es nur stimmende Musiker, betretenes Schweigen oder hektische Absprachen auf der Bühne. Professionalität sieht anders aus. Dabei kann es manchmal ganz einfach sein. Ein Lächeln, eine kurze Nachfrage beim Publikum oder eine kurze Hintergrundgeschichte zum folgenden Lied können schon helfen. Kleine Gesten und Worte erzielen oft eine enorme Wirkung. Mit der Erfahrung wird es dann immer leichter. Wer sichergehen will, plant vorher durchdachte Ansagen. Wer überraschen will, setzt auf Spontaneität und gewinnt damit oft am meisten. So werden die Konzerte zu einzigartigen Erlebnissen. Jedes Publikum ist anders. Lässt man sich auf die Leute ein, sind auch die Geschichten zwischen den Liedern immer neu.

Wie großartig das sein kann, haben mir vor einigen Jahren ausgerechnet „The Hives“ gezeigt. Eine dieser eingangs erwähnten Bands. Ihr Frontmann Pelle Almqvist nahm gefühlt einfach jeden der zigtausend Menschen vor der Bühne wahr. Viele seiner Ansagen bezogen sich auf die Veranstaltung und tagesaktuelle Geschehnisse. So konnte der Auftritt am Vorabend definitiv nicht stattgefunden haben. Es fühlte sich an, als ob die Band genau für uns spielte und nicht für irgendwen. Seitdem gehe ich wieder gerne auf Konzerte – auch von Garagenrockbands.
Als kleinen Vorgeschmack auf die Akustiktour von Phrasenmäher im April hier das Video zu „Der Basilikum ist tot (live & akustisch)“:




Eine (vorerst) letzte Tour – komplett akustisch

Im April 2016 gehen Phrasenmäher vorerst zum letzten Mal auf Tour, erstmals komplett akustisch. Was sie in den Ansagen erzählen werden, wissen die drei Musiker auch diesmal nicht vorher. Die meisten Termine stehen hingegen schon fest. Genaue Infos & Tickets gibt es auf hochklappdings.de/termine

„Wir wären dann soweit“ – Akustiktour 2016

07.04.2016 Berlin, Privatclub
08.04.2016 Hannover, LUX
09.04.2016 Reutlingen, franz.K
10.04.2016 Essen, Weststadthalle
15.04.2016 Kiel, Pumpe
21.04.2016 Lüneburg, Zwick
22.04.2016 Flensburg, Kühlhaus
26.04.2016 Leipzig, Moritzbastei
27.04.2016 Göttingen, Musa
28.04.2016 Gifhorn, Kultbahnhof
29.04.2016 Rüsselsheim, Das Rind

Weitere Infos: Phrasenmäher im Netz



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