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Interview: Dominic Sanz

Es gibt ein Leben nach der Show

Erst das Aus bei der Casting-Show, dann über Umwege festes Mitglied bei "Söhne Mannheims", das passierte Dominic Sanz.


Es gibt ein Leben ...

Man rechnet ja allgemein damit, dass Kandidaten von Casting-Shows, wenn sie erstmal ausgeschieden sind, keinerlei Support mehr bekommen. Etwas komplett anderes erlebte Dominic Sanz, nachdem The Voice Of Germany für ihn vorbei war. Wir trafen ihn zum Interview.

Bei vielen Casting Shows kann man sich ja schon während sie gerade laufen, kaum an die Namen der Teilnehmer erinnern. Noch weniger erinnert man sich an frühere Teilnehmer, insbesondere, wenn sie nicht zu den Gewinnern zählten. Dass man dennoch Karriere machen kann und die Show als Eintrittskarte ins Profibusiness nutzen kann, beweist Dominic Sanz, der bei der ersten Staffel vom „The Voice Of Germany“ in der ersten Hauptrunde ausschied, es nun aber über Umwege zum Mitglied bei Söhne Mannheims geschafft hat. Im Gespräch verriet er uns, wie es ihm nach The Voice Of Germany erging und wie er an sein jüngstes Engagement kam.

People nStuff: Was hattest du musikalisch so gemacht, bevor du dich bei "The Voice Of Germany" beworben hast?

Dominic Sanz: Also bevor ich mich bei "The Voice Of Germany" beworben habe, habe ich bei mir in der Heimat viel gespielt. Ich bin mit einer Coverband rumgereist, habe da verschiedene Bühnen bespielt – so vor 100 bis 300 Leuten – und ein Trio. Wir haben uns so einen kleinen Namen gemacht. Ich habe dann fast jedes zweite Wochenende irgendwo in der Eifel gespielt.

PnS: Hattest du eine Ausbildung als Musiker oder hast du dir das mehr oder weniger selbst beigebracht?
Dominic: Ich hatte ab dem Alter von vier Jahren vier Jahre lang Schlagzeugunterricht. Danach kam dann irgendwann die Gitarre hinzu, die ich mir soweit selbst beigebracht habe. Und nebenbei das Singen, das ich dann für mich entdeckt habe. Und so ist eins zum anderen gekommen. Und bin in die Schülerband gekommen und habe da viel gespielt und dadurch sind dann andere Bands auf mich aufmerksam geworden. Ich hab dann mein Fachabitur gemacht und war einer der letzten Zivildienstleistenden und bin von da aus direkt zu "The Voice Of Germany" gelangt.

Hier mal ein Video von Dominic bei der ersten Staffel von The Voice Of Germany:


Karrierebooster Casting Show

PnS: Warum hast du dich dazu entschieden, bei einer Castingshow mitzumachen?

Dominic: Das war eher eine spontane Entscheidung. Ich hatte mir eigentlich geschworen, mich niemals bei so etwas zu bewerben, aber ich habe dann gehört, dass in Köln dieses Vorcasting stattfindet. Und ich habe mich dann spontan dazu entschieden dahinzufahren und dass das dann solche Ausmaße annehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Umso schöner war das dann natürlich für mich.

PnS: Also du hast dir vorher keine großen Gedanken darüber gemacht, wo dich das hinführen könnte?

Dominic: Genau. Ich habe mich da einfach beworben, um zu sehen, wohin der Weg gehen kann oder wie weit man eventuell kommt. Und dann ist es bis in die Live-Shows gegangen, was natürlich ein schönes Gefühl war. Zu sehen, dass man doch soweit kommt in so einer Show.

PnS: Aber du hast dich nicht bewusst für "The Voice of Germany" entschieden?

Dominic: Genau, ich hab nur die ganzen Termine gehört, an denen man gecastet wird. Das war wie gesagt einfach eine spontane Entscheidung. Und mir hat es ja doch was gebracht (Lachen), eben nur zwei Jahre später. Deswegen kann ich mich nicht beklagen, oder sagen, dass es eine falsche Entscheidung war. Ich bin echt froh, dass ich damals die Entscheidung getroffen habe, da spontan hinzugehen.

PnS: Also hast du auch nicht die Erfahrung gemacht, dass man danach von anderen Musikern nicht mehr ernst genommen wird, weil man bei einer Casting-Show war?
Dominic: Nein. Aber man muss dazu auch sagen, dass ich in der Show Xavier Naidoo kennengelernt und danach auch direkt mit ihm weitergearbeitet habe. Also war da nie das Gefühl, dass man nicht mehr ernstgenommen würde. Es war nicht so, dass man fallen gelassen wurde. Man ist immer mal wieder nach Mannheim gefahren, war mit ihm im Studio, hat mit ihm gearbeitet und das hat einem doch gezeigt, dass es doch etwas Nachhaltigkeit hat. Und jetzt zwei Jahre später habe ich gemerkt: Es hat etwas gebracht, dieser ganze Weg bis dahin und dass man immer mit der Musik weiter gemacht hat und nicht diesen Stempel aufgedrückt bekommen hat.

Und hier nochmal „Use Somebody“, in einer intimeren Version mit Fokus auf die Stimme:

Coaching in der Show

PnS: Wie war das nachdem du in Xavier Naidoos Team gekommen bist. Wie war dann so die Zeit zwischen den einzelnen Shows? Wie seid ihr da gecoacht worden?

Dominic: Die Zeit zwischen den einzelnen Shows war wirklich erlebnisreich. Xavier Naidoo hat sich mit uns hingesetzt. Bis nachts hat er da gesessen und uns Songs gezeigt, die man machen könnte und die er schon gemacht hat. Und so hat man auch viel von ihm kennengelernt, er hat viel preisgegeben. Er hat uns da viel erzählt von sich, und was er schon alles erlebt hat und und und. Es war wirklich nicht so, dass der Kontakt zwischen den einzelnen Shows abgebrochen wäre, man hat jeden Tag mit ihm reden können. Das war sehr sehr schön, dass er keinen Unterschied zwischen sich und uns gemacht hat, sondern dass er immer da war und mit uns geredet hat.

PnS: Inwieweit warst du frei in der Auswahl der Songs?

Dominic: Man war immer frei. Man hat ihm Songs genannt, die man gerne singen möchte und er hat sich darüber Gedanken gemacht und geguckt, was zu einem passt. Es wurde einem nichts aufgezwungen, sondern es war wirklich so, dass man ihm seine Vorschläge gemacht hat. Und wenn er die für richtig gehalten hat, hat er gesagt: „Dann sing es und mach dein Ding draus.“ Man hat von ihm das Vertrauen geschenkt bekommen hat, dass man sich selbst die Songs raussucht, die einen gut repräsentieren.

PnS: Nachdem du dann ausgeschieden warst, inwieweit bist du dann weitergefördert worden?

Dominic: Wir sind ja sofort ins Studio gefahren, haben viel aufgenommen, dadurch ist das Kollektiv „Sing um dein Leben“ entstanden, womit wir immer noch unterwegs sind, und mit dem wir zwei Fernsehshows auf ProSieben hatten, also ist man nie fallen gelassen worden. Man hat direkt weitergemacht.

Und hier eine der ersten Performances von Dominic Sanz mit den Söhnen Mannheims:

Neustart mit den Söhnen Mannheims

PnS: Du bist ja seit dem Sommer Mitglied bei den Söhnen Mannheims. Wie kam es dazu?

Dominic: Das ist einfach passiert. Ich hab auch mit Xavier später darüber gesprochen. Ihm und Michael Herberger (Produzent und Kompagnon von Xavier Naidoo) ist das wohl schon länger im Kopf herumgeschwirrt, dass die mich dafür vorzuschlagen. Dann kam im Mai der Anruf vom Tino (Oac, Sänger der Söhne Mannheims; Anm. d. A.), der mich dann gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte mitzumachen und das war natürlich ein krasser Anruf und ich habe mich sehr gefreut und dann führte irgendwie eins zum anderen. Die Proben mit den Söhnen begannen und dann ging Anfang Juli auch schon die Sommerfestival-Tour los, die wir mit Bravour gemeistert haben. Das war für mich extrem aufregend und eine sehr sehr schöne Zeit. Und ich freue mich jetzt umso mehr auf die nächste Zeit, die jetzt mit den Söhnen noch ansteht.

PnS: Ihr seid aktuell im Studio für das kommende Album. Dann bist du wahrscheinlich bis weit ins nächste Jahr verplant?
Dominic: Genau so ist es. Wir sind jetzt momentan an den Studioarbeiten und nächstes Jahr geht es auf die „Wer fühlen will muss hören“-Tour, da freue ich mich schon sehr drauf, das wird wohl ein sehr erlebnisreiches Jahr werden. Und ich habe ja nicht nur mit den Söhnen viel zu tun, sondern auch mit meiner eigenen Band. Mit meinen WG-Kollegen Stefan Zielasko und Benny Martell, die auch bei "The Voice of Germany" im Team Xavier waren, habe ich „Gesucht und Gefunden“ gegründet und wir sind dabei eigene Songs zu schreiben und unser Album aufzunehmen, das auch nächstes Jahr rauskommen wird. Es ist nächstes Jahr sehr viel zu tun, aber da freue ich mich auf jeden Fall drauf, dass ich da komplett verplant bin, dass ich die Zukunft planen kann und dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe und jetzt die Bühnen Deutschlands erobern darf.

PnS: Würdest du sagen, dass es zu den Fähigkeiten eines Musikers gehört, sich ein Netzwerk mit den richtigen Kontakten aufzubauen?

Dominic: Definitiv gehört es dazu, sich als Musiker ein Netzwerk aufzubauen, die Kontakte zu knüpfen. Das begann schon damals bei "The Voice of Germany" und man muss natürlich immer gucken, dass man die richtigen Kontakte hat, dass man weiter arbeitet, dass man immer eine gute Ausstrahlung hat, also sich keinen falschen Namen macht. Man muss einfach gucken, dass man ein Netzwerk hat, auf dem man aufbauen kann, und da bin ich natürlich auch jetzt dran. Dadurch dass man bei den Söhnen ist hat man aber natürlich auch ein großes Netzwerk und man muss einfach gucken, dass man das auch pflegt und beibehält. Also nicht nur für die Band, sondern auch Solomäßig irgendwann. Dafür sind solche Kontakte natürlich gut.

PnS: Wenn du mit Musikern redest, die gerade am Anfang ihrer Karriere stehen, hast du Tipps, wie sie die Karriere angehen sollen?

Dominic: Also ich kann nur den Tipp geben an sich zu glauben, an das zu glauben, was man macht. Und wenn man eigene Musik machen will, wenn man Musiker werden will, dann muss man einfach alles dafür tun. Wenn es das ist, was dich glücklich macht, dann lohnt es sich, dafür zu kämpfen. Das war bei mir auch so. Ich habe mich einfach dazu entschlossen, den Schritt mit der Casting-Show zu wagen, auch wenn viele damit keine gute Erfahrung gemacht haben. Aber mich hat es weitergebracht und jetzt habe ich in jungen Jahren schon einiges erreicht. Ich glaube einfach, dass der Wille da sein muss, man muss einfach daran glauben, dass man es schaffen kann. Es öffnen sich immer wieder neue Türen, wenn man dranbleibt. Und das sollte man einfach nutzen. An das glauben, was man macht, und einfach alles zu geben.



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